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Tops und Flops > Gewinner und Verlierer

Tops & Flops KW 42: Newmont, Micron Technology und Strategy stark bewegt

| Thomas Behnke

Schriftzug „Tops & Flops“ zur Übersicht der stärksten und schwächsten Aktien der Börsenwoche 42
Tops & Flops der Börsenwoche 42 im Fokus: unter anderem Newmont, Micron Technology und Strategy

Gold auf Rekordkurs, Chipwerte stark, Kryptos schwach: Die Börsenwoche 42/2025 brachte klare Gewinner und Verlierer hervor. Wer profitierte, wer verlor – und welche Trends Anleger jetzt beachten sollten.

Börsenwoche 42 im Rückblick: Goldglanz, Chipstärke und Kryptofrust

In der 42. Kalenderwoche zeigte sich an den Aktienmärkten ein gemischtes Bild. Während einige Sektoren dank positiver Impulse neue Rekordmarken erreichten, gerieten andere Branchen unter Druck. Starke Unternehmenszahlen, anhaltende Trendthemen und unterschiedliche Marktstimmungen prägten das Geschehen. Der Rückblick auf die Tops und Flops der Börsenwoche 42/2025 zeigt, wo große Gewinner und Verlierer zu finden waren.

+++ Tops der Börsenwoche 42/2025 +++

Gold-Rallye treibt Goldaktien wie Newmont zu neuen Rekorden

Der Goldpreis zeigt sich weiterhin in Bestform und setzte seine Rallye in der vergangenen Woche mit neuen Rekorden fort. Erstmals überschritt die Notierung die Marke von 4.300 US-Dollar je Feinunze. Von diesem Höhenflug profitierten auch Goldaktien, die ihre Hausse der vergangenen Wochen und Monate fortsetzten. Stellvertretend steht der Kursverlauf des weltgrößten Goldproduzenten Newmont (ISIN: US6516391066), dem einzigen Goldwert im S&P 500. Die Aktie erreichte beim Börsenwert erstmals die Marke von 100 Milliarden US-Dollar. In der kommenden Woche, am 23. Oktober, will das Unternehmen nach Börsenschluss seine Quartalszahlen vorlegen.

Aus charttechnischer Sicht wirkt das Kursbild inzwischen deutlich überdehnt. Auch Indikatoren wie der RSI deuten bereits seit Längerem auf eine überkaufte Marktsituation hin. Das muss jedoch nicht zwangsläufig eine baldige Korrektur nach sich ziehen, denn starke Trends können sich erfahrungsgemäß länger fortsetzen, als viele Anleger erwarten. Gleichwohl wären zwischenzeitliche Rücksetzer gesund und wünschenswert: Sie könnten die Basis für eine nachhaltige Fortsetzung des Aufwärtstrends schaffen und zugleich neue Einstiegschancen eröffnen. Doch an der Börse läuft es selten nach Wunsch.

Newmont

Micron Technology mit neuem Kursrekord

Halbleiterwerte gehörten in der vergangenen Woche zu den gefragtesten Aktien am US-Markt. Im NASDAQ-100 stammten alle zehn größten Wochengewinner aus diesem Sektor. Rückenwind kam von den Quartalsergebnissen des Branchenriesen Taiwan Semiconductor Manufacturing (ISIN: US8740391003), der seinen Ausblick anhob und seine „Überzeugung vom Megatrend KI“ bekräftigte. Davon profitierte auch die Aktie des Speicherspezialisten Micron Technology (ISIN: US5951121038), die am Donnerstag kräftig zulegte und über ihr bisheriges Allzeithoch von Anfang Oktober bei 201 US-Dollar sprang.

Zusätzliche Unterstützung erhielt die Aktie durch positive Analystenkommentare: Citi erhöhte das Kursziel von 200 auf 240 US-Dollar und verwies auf eine „beispiellose“ Nachfrage nach Microns Speicherlösungen im Zuge des KI-Booms. Am Freitag zeigte sich die Aktie allerdings wieder schwächer. Hintergrund war ein Medienbericht, wonach Micron plant, die Lieferung von Serverchips an chinesische Rechenzentren einzustellen. Das Unternehmen konnte sich bislang nicht von einem 2023 verhängten chinesischen Regierungsverbot erholen, das seine Produkte in kritischer Infrastruktur ausschließt. Der Schritt verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und China. Micron war der erste US-Chiphersteller, der von Peking gezielt ins Visier genommen wurde, offenbar als Reaktion auf amerikanische Exportbeschränkungen im Technologiebereich.

Micron Technology

J.B. Hunt Transport Services: Kurssprung beendet Abwärtstrend

Die Aktie des US-Logistikkonzerns J.B. Hunt Transport Services (ISIN: US4456581077, Symbol: JBHT) war in der vergangenen Woche der größte Gewinner im S&P 500. Besonders am Donnerstag legte sie nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen um mehr als 22 Prozent zu. Das Unternehmen übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich und präsentierte bessere Ergebnisse als prognostiziert. Das Management bekräftigte zudem, den Fokus weiterhin auf die Steigerung der Margen und die Skalierung laufender Investitionen zu richten. Zudem wurde das Ziel bestätigt, die jährlichen Kosten um 100 Millionen US-Dollar zu senken – ein Großteil davon soll bereits im kommenden Jahr realisiert werden.

Mit dem jüngsten Kurssprung hat sich auch das charttechnische Bild aufgehellt: Die Aktie durchbrach das Zwischenhoch vom Juli und beendete damit den übergeordneten Abwärtstrend. J.B. Hunt Transport Services zählt zu den größten Transportunternehmen der USA. Das Unternehmen betreibt eine umfangreiche Flotte von Sattelzügen und Containern und bietet kombinierte Transportlösungen auf Straße und Schiene. Zu den Kunden gehören Industrie-, Handels- und Logistikunternehmen in ganz Nordamerika.

J.B. Hunt Transport Services

+++ Flops der Börsenwoche 42/2025 +++

Strategy-Aktie weiter unter Druck: Bitcoin-Schwäche und Premiumabbau

Die kräftigen Verluste von Bitcoin und anderen Kryptowährungen am Freitag, dem 10. Oktober 2025, wirkten in der vergangenen Woche weiter nach. Zwar kam es am Wochenende sowie zum Wochenbeginn zu einer kurzen Stabilisierung, im weiteren Verlauf setzte sich der Abwärtsdruck jedoch fort. Am heutigen Freitag, dem 17. Oktober, fiel der Bitcoin schrittweise unter die Marke von 105.000 US-Dollar. Seit dem Allzeithoch vom 6. Oktober bei über 126.000 US-Dollar hat die Kryptowährung damit bereits mehr als 17 Prozent verloren.

Von dieser Entwicklung blieben auch Aktien aus dem Krypto-Sektor nicht verschont – darunter das Bitcoin-Vehikel Strategy (ISIN: US5949724083, Symbol: MSTR). Die MSTR-Aktie zeigte schon zuvor ein angeschlagenes Chartbild, das sich nun weiter eingetrübt hat. Mit dem Unterschreiten des Septembertiefs bei 292,36 US-Dollar wurde der seit Juli bestehende Abwärtstrend bestätigt.

Ein möglicher Grund für die anhaltende Schwäche liegt in der Bewertung des speziellen Geschäftsmodells. Strategy finanziert sich regelmäßig über neue Aktien, Vorzugsaktien oder wandelbare Anleihen. Die daraus erzielten Erlöse fließen nahezu vollständig in den Kauf von Bitcoin. Das Ergebnis ist ein börsengehandeltes Vehikel, über das vor allem institutionelle Anleger indirekt in Bitcoin investieren können. Die Aktie wurde bislang mit einem deutlichen Aufschlag auf ihre Bitcoin-Bestände gehandelt – ein Aufschlag, der infrage gestellt wird und daher nun vielleicht vom Markt korrigiert werden könnte. Möglicherweise auch, weil es eine zunehmende Konkurrenz zum Geschäftsmodell des Pioniers im Bereich Bitcoin-Vehikel gibt.

Strategy

RENK Group verliert am stärksten: Ukraine-Hoffnungen belasten

Die leise Hoffnung auf eine mögliche Beilegung des Ukraine-Kriegs hat in der vergangenen Woche die Kurse deutscher Rüstungsaktien wie Rheinmetall (ISIN: DE0007030009), Hensoldt (ISIN: DE000HAG0005) und der RENK Group (ISIN: DE000RENK730) deutlich unter Druck gesetzt. Anleger nutzten die Gelegenheit für Gewinnmitnahmen. Besonders stark traf es die Aktie von RENK, die zu den größten Wochenverlierern am deutschen Aktienmarkt zählte. Unternehmensseitig gab es keine neuen Nachrichten.

Seit dem Allzeithoch Anfang Oktober bei 90,34 Euro hat die Aktie inzwischen rund 30 Prozent an Wert verloren. Im Zuge der Korrektur fiel der Kurs dabei nun unter die 21- und 50-Tage-Linie, die als Signalgeber für den kurz- und mittelfristigen Trend gelten. Aktuell testet die Aktie die 150-Tage-Linie, die als wichtige Unterstützung gilt. Gelingt dort vielleicht eine Stabilisierung? Ein nachhaltiger Bruch dieser Marke hingegen würde auf eine Fortsetzung der Korrektur hindeuten und das übergeordnete Chartbild weiter eintrüben.

RENK Group

Kenvue auf Talfahrt: Rechtsrisiken und Marktunsicherheit belasten

Mit einem Kursrückgang von über 30 Prozent zählt die Aktie des Konsumgüterherstellers Kenvue (ISIN: US49177J1025) bislang zu den schwächsten Werten im S&P 500 im Jahr 2025. In der vergangenen Woche war sie sogar der größte Verlierer. Der Abwärtstrend setzte sich damit ungebremst fort, die Aktie markierte zuletzt ein neues Allzeittief. Kenvue ist erst seit 2023 börsennotiert und ging aus der vollständigen Abspaltung der Consumer-Health-Sparte von Johnson & Johnson (ISIN: US4781601046) hervor. Zum Produktportfolio zählen rezeptfreie Medikamente wie Tylenol und Benadryl, Haut- und Körperpflegeprodukte wie Neutrogena und Aveeno sowie Hygieneartikel wie Listerine, Band-Aid und Johnson’s Baby.

Kritiker sehen in der Abspaltung den Versuch von Johnson & Johnson, sich von rechtlich und reputationsseitig belasteten Produktlinien zu trennen. Tylenol steht seit einiger Zeit wegen möglicher Risiken bei pränataler Einnahme in der Kritik, nachdem Studien einen möglichen Zusammenhang mit Entwicklungsstörungen bei Kindern untersucht haben. Zudem sorgen neue Klagen im Zusammenhang mit talkumbasierten Produkten für zusätzlichen Druck: In dieser Woche wurde bekannt, dass Johnson & Johnson und seine ehemalige Konsumgütersparte Kenvue in Großbritannien erstmals wegen mutmaßlich krebserregender Inhaltsstoffe in Babypuder-Produkten verklagt werden. Die Sammelklage umfasst mehr als 3.000 Fälle. Der Bericht darüber zog am Donnerstag einen deutlichen Kursrückgang nach sich.

Kenvue

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