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Märkte > Kryptowährungen im Aufwind

Bitcoin erobert die Portfolios junger Anleger

| Redaktion Börse am Sonntag

(Bild: Shutterstock)

Bitcoin ist für viele junge Deutsche fester Bestandteil der Geldanlage. Eine BISON-Studie zeigt, wie stark digitale Währungen wachsen – und wie Künstliche Intelligenz das Anlageverhalten verändert.

Krypto etabliert sich im Portfolio

Bitcoin hat bei deutschen Anlegern deutlich an Bedeutung gewonnen – besonders in den jüngeren Generationen. Eine aktuelle Studie der Kryptoplattform BISON, einer Tochter der Börse Stuttgart Group, zeigt: Digitale Währungen sind für viele Anleger unter 40 längst ein fester Bestandteil ihrer Anlagestrategie. Damit rückt Bitcoin zunehmend in die Nähe klassischer Anlageklassen wie Aktien oder Edelmetalle.

„Kryptowährungen haben sich als ernstzunehmende Alternative zum traditionellen Finanzsystem etabliert. Vor allem Bitcoin spielt zunehmend in derselben Liga wie Gold“, sagt Ulli Spankowski, Gründer und CEO von BISON.

Junge Generation investiert digital

In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen investieren 24,1 Prozent in Kryptowährungen – und damit mehr als in Edelmetalle (21,8 Prozent). Auch bei den 30- bis 39-Jährigen liegt Krypto vorn: 27,2 Prozent setzen auf digitale Werte, 23,7 Prozent auf Gold. Erst ab 50 Jahren überwiegt wieder das Interesse an klassischen Anlageformen.

Auch die Einstellung zu digitalen Assets ist ein Generationenthema. Rund zwei Drittel der unter 40-Jährigen äußern eine positive oder sehr positive Haltung gegenüber Kryptowährungen. Bei den über 60-Jährigen liegt der Anteil nur noch bei 12,6 Prozent.

KI verändert die Finanzbildung

Nicht nur bei der Geldanlage, auch bei der Wissensvermittlung verändert Technologie das Verhalten junger Investoren. Laut der Studie lässt sich bereits jeder zweite unter 35-Jährige, der investiert, bei Finanzentscheidungen von Künstlicher Intelligenz wie ChatGPT unterstützen. Spankowski spricht von einer „Demokratisierung der Finanzbildung“. Digitale Tools senken die Einstiegshürden und machen Wissen rund ums Investieren leichter zugänglich.

Leichte Kursdelle nach Rekordhoch

Der langfristige Trend zeigt: Bitcoin bleibt ein fester Bestandteil moderner Portfolios, auch wenn kurzfristige Rücksetzer dazugehören. Ende letzter Woche fiel der Kurs zeitweise unter 104.000 US-Dollar. Zum Wochenstart lag er noch über 115.000 Dollar, Anfang Oktober hatte er mit rund 126.000 Dollar ein neues Rekordhoch erreicht. Seit dem Allzeithoch vom 6. Oktober hat die Digitalwährung rund 18 Prozent an Wert verloren.

Belastet wird der Markt derzeit vom anhaltenden Handelsstreit zwischen den USA und China, der die Risikobereitschaft vieler Investoren dämpft.

Hintergrund zur Studie

Die Untersuchung wurde vom Online-Marktforschungsinstitut Marketagent im Auftrag von BISON durchgeführt. Befragt wurden 2.000 Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren zwischen dem 29. August und 11. September 2025. Die Ergebnisse gelten als repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.

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