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Tops und Flops > Gewinner und Verlierer

Tops & Flops KW 44: mit Caterpillar, adidas und Meta Platforms

| Thomas Behnke

Schriftzug „Tops & Flops“ zur Übersicht der stärksten und schwächsten Aktien der Börsenwoche 44
Tops & Flops der Börsenwoche 44 im Fokus: unter anderem Caterpillar, adidas, Meta Platforms und Seagate-Technology

Caterpillar glänzt mit Rekorden, C.H. Robinson und Seagate überzeugen mit starken Quartalszahlen. Dagegen brechen adidas, Meta und Fiserv ein. Die Tops & Flops der Börsenwoche 44 im Überblick – wer gewinnt, wer verliert.

Börsenwoche 44 im Rückblick: Rekorde und Kursstürze

Die Berichtssaison hat in der vergangenen Woche erneut für Bewegung an den Märkten gesorgt. Starke Quartalszahlen und optimistische Ausblicke trieben mehrere Werte auf neue Rekordhöhen, während andere Unternehmen mit enttäuschenden Ergebnissen oder schwachem Ausblick deutlich unter Druck gerieten. Der Rückblick auf die Tops und Flops der Börsenwoche 44/2025 zeigt, welche Aktien von positiven Impulsen profitierten und welche zu den größten Verlierern zählten.

+++ Tops der Börsenwoche 44/2025 +++

Caterpillar springt auf Rekordhoch und beflügelt den Dow Jones

Die US-Indizes haben in der vergangenen Börsenwoche neue Rekordstände erreicht. Dazu zählt auch der Dow Jones Industrial Index. Einen maßgeblichen Anteil an dem neuen Spitzenwert hatte die Entwicklung des Bau- und Bergbaumaschinenherstellers Caterpillar (ISIN: US1491231015). Die Aktie des Unternehmens erreichte ebenfalls neue Rekorde und hat derzeit das zweitgrößte Gewicht im Index. Dessen Besonderheit liegt in der Gewichtung nach Kurswerten der Mitglieder, nicht nach deren Marktkapitalisierung.

Der offensichtliche Grund für die positive Entwicklung sind die besser als erwarteten Ergebnisse für das dritte Quartal. Der Anstieg wurde von der starken Nachfrage in der Energie- und Transportdivision getragen. Diese liefert unter anderem Batteriespeichersysteme und Notstromgeneratoren für Rechenzentren und Industriekunden. Dieses Geschäft ist inzwischen Caterpillars am schnellsten wachsendes Segment und übertrifft das traditionelle Bau- und Bergbaugeschäft. Der anhaltende KI-Boom erhöht den Bedarf an Stromerzeugung und widerstandsfähiger Infrastruktur und sorgt so für Rückenwind.

Caterpillar

C.H. Robinson überzeugt mit KI-Strategie und neuem Gewinnziel

Der Logistiker C.H. Robinson Worldwide (ISIN: US12541W2098) war in der vergangenen Woche mit einem Plus von mehr als 20 Prozent der größte Gewinner im S&P 500. Seit Juli hat die Aktie über 60 Prozent an Wert gewonnen und ist durch den jüngsten Anstieg auf neue Rekordhöhen gestiegen. Bereits im Juli hatte die Aktie nach der Vorlage von Quartalszahlen deutlich zugelegt. Nun folgte nach der Veröffentlichung der aktuellen Ergebnisse ein weiterer kräftiger Kursanstieg. Ausschlaggebend dürfte vor allem der optimistische Ausblick gewesen sein.

Der Vorstand hob das Ziel für den operativen Gewinn im Geschäftsjahr 2026 an und begründete dies mit Fortschritten bei den Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Konzernchef Bozeman verwies in diesem Zusammenhang auf die laufende „Lean-AI-Transformation“ des Unternehmens. Sie beschreibt den gezielten Einsatz von künstlicher Intelligenz, um Abläufe zu optimieren und Kosten zu senken. Laut Bozeman befindet sich das nordamerikanische Landtransportgeschäft (NAST) bereits in der dritten Umsetzungsphase, während der Bereich Global Forwarding nun in die erste Phase eintritt. „Lean AI“ sei ein disziplinierter, unternehmensspezifischer Ansatz für KI-Innovationen, der dazu beitrage, Lieferketten effizienter und widerstandsfähiger zu machen und damit die Grundlage für nachhaltiges Wachstum bei C.H. Robinson zu schaffen.

Das 1905 gegründete Unternehmen zählt zu den größten Logistik- und Frachtplattformen weltweit. Über ein globales Netzwerk bietet der Frachtmakler rund 100.000 Kunden umfassende Transport-, Logistik- und Supply-Chain-Lösungen an. Um ihre Frachtbedürfnisse zu erfüllen, arbeitet der Konzern mit einer Vielzahl von Transportdienstleistern zusammen, darunter Vertragsspediteure, Eisenbahngesellschaften sowie Luft- und Seefrachtunternehmen.

C.H. Robinson Worldwide

Seagate Technology zeigt mit neuem Kursrekord weiterhin Stärke

Die Aktie des Speicherspezialisten Seagate Technology (ISIN: IE00BKVD2N49) zeigte in der vergangenen Woche erneut Stärke. Sie gehörte zu den größten Gewinnern im S&P 500 und überstieg das bisherige Allzeithoch von Anfang Oktober dieses Jahres. Damit deutet sich aktuell eine Bestätigung des übergeordneten Aufwärtstrends an.

Das Unternehmen hatte am Dienstag nach Börsenschluss Quartalszahlen vorgelegt, die besser als erwartet ausfielen und auf eine Margenverbesserung im laufenden Quartal hinweisen. Zugleich bestätigen die Ergebnisse und der Ausblick das derzeit positive Geschäftsumfeld für die Speicherbranche. Seagate Technology profitiert, ebenso wie Wettbewerber Western Digital (ISIN: US9581021055), von der starken Nachfrage nach Speicherlösungen, die durch das wachsende Datenvolumen infolge von KI, Cloud und Edge Computing angetrieben wird.

Insbesondere Massenspeicher (HDDs) mit hoher Kapazität sind gefragt. Im Mittelpunkt steht dabei die noch relativ neue HAMR-Technologie (Heat-Assisted Magnetic Recording), die bei Seagate Technology zunehmend in neuen Produkten zum Einsatz kommt und als entscheidender Faktor für weiteres Wachstum gilt.

Seagate Technology

+++ Flops der Börsenwoche 44/2025 +++

Adidas-Aktie fällt Richtung August-Tief und macht Großteil der Erholung zunichte

Die Adidas-Aktie (ISIN: DE000A1EWWW0) war in der vergangenen Woche der größte Verlierer im DAX und bestätigte damit ihren letzten Platz im Performancevergleich der Werte aus dem deutschen Leitindex. Das Minus seit Jahresbeginn beträgt rund 30 Prozent. Mit den jüngsten Kursverlusten ist ein Großteil der Erholung wieder zunichte gemacht, die sich seit dem bisherigen Jahrestief von Anfang August bei 160,75 Euro abgezeichnet hatte. Sollte dieses Tief erneut erreicht und unterschritten werden, würde damit der Abwärtstrend bestätigt, der sich seit dem Mehrjahreshoch im Februar bei 263,80 Euro gebildet hat.

In der vergangenen Woche hatte Adidas seine Quartalszahlen vorgelegt – mit Licht und Schatten. Positiv bewerteten Analysten die besser als erwartet ausgefallenen Margen. Ein unveränderter Jahresausblick trübte jedoch die Stimmung, da sich der Markt wohl eine optimistischere Einschätzung erhofft hatte. Belastend wirkten zudem Aussagen des Managements zum US-Geschäft. Der Vorstand erklärte in einer Telefonkonferenz, dass US-Einzelhändler derzeit bei ihren Bestellungen besonders vorsichtig agieren.

Adidas

Meta-Aktie verliert deutlich und fällt unter wichtige Unterstützungen

Unter den US-Börsenschwergewichten war in der vergangenen Woche die Aktie von Meta Platforms (ISIN: US30303M1027) der größte Verlierer. Ausschlaggebend für die schwache Entwicklung war die negative Kursreaktion am Donnerstag, die auf die am Mittwoch nach Börsenschluss veröffentlichten Quartalsergebnisse folgte. Eine Analyse der Zahlen und eine Einschätzung zur Aktie finden Sie im Beitrag: „Meta-Aktie: Kursrücksetzer eröffnet neue Chancen“.

Mit dem jüngsten Kursrückgang hat sich das charttechnische Bild deutlich eingetrübt. Die Aktie ist unter das Zwischentief von Anfang Oktober bei 690,51 US-Dollar gefallen, womit der Abwärtstrend seit dem Allzeithoch im August dieses Jahres bestätigt wurde. Zudem notiert das Papier nun auch unter seinen 150- und 200-Tage-Durchschnittslinien, die als wichtige Indikatoren für den langfristigen Trend gelten. Sollte dieser Bruch bestehen bleiben und nicht rasch korrigiert werden, könnte dies auf eine fortgesetzte Korrekturbewegung hindeuten.

Meta Platforms

Fiserv mit weiterem Kursdebakel nun Schlusslicht im S&P 500

Für die Fiserv-Aktie (ISIN: US3377381088) läuft es seit mehreren Monaten sehr schlecht. Der im S&P 500 notierte Wert hat seit seinem Allzeithoch vom März dieses Jahres bei 238,59 US-Dollar einen deutlichen Abwärtstrend ausgebildet, der in der vergangenen Woche mit weiteren Verlusten und einem neuen Verlaufstief bestätigt wurde. Allein am Mittwoch brach die Aktie um mehr als ein Drittel ein. Die Börse reagierte damit klar negativ auf die vorgelegten Quartalszahlen und Unternehmensnachrichten.

Das Zahlungsdienstleistungsunternehmen hat seine Führungsspitze umgestaltet, den Vorstand erneuert, seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr gesenkt und einen neuen Aktionsplan angekündigt, nachdem die Ergebnisse für das dritte Quartal hinter den durchschnittlichen Analystenerwartungen zurückgeblieben waren.

Mit einem Minus von fast 70 Prozent seit Jahresbeginn ist die Fiserv-Aktie derzeit das Schlusslicht im S&P 500. Das Chartbild zeigt sich deutlich negativ. Seit dem Allzeithoch hat die Aktie über 70 Prozent an Wert verloren und ist damit auf das niedrigste Kursniveau seit Februar 2018 zurückgefallen.

Fiserv

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