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Tops und Flops > Gewinner und Verlierer

Tops & Flops KW 46: Bayer, Cisco Systems und Strategy

| Thomas Behnke

Schriftzug „Tops & Flops“ zur Übersicht der stärksten und schwächsten Aktien der Börsenwoche 45
Tops & Flops der Börsenwoche 46: im Fokus stehen unter anderem Bayer, Cisco Systems, Strategy und Oracle.

Börsenwoche 46 mit klaren Tops und Flops: Bayer, Bechtle und Cisco überzeugen, während Strategy, AppLovin und Oracle schwächeln. Ein kompakter Überblick über ausgewählte Gewinner und Verlierer der Woche.

Börsenwoche 46 im Rückblick: klare Trends und deutliche Ausschläge

Auch in der vergangenen Woche sorgte die laufende Berichtssaison für spürbare Bewegung an den Aktienmärkten. Positive Überraschungen bei den Quartalsergebnissen führten bei einigen Titeln zu kräftigen Kursgewinnen, während schwächere Perspektiven oder belastende Umfeldfaktoren an anderer Stelle für deutliche Abgaben sorgten. Zudem rückten charttechnische Signale stärker in den Fokus und bestimmten bei mehreren Werten das Marktgeschehen.

Der Rückblick auf die Tops und Flops der Börsenwoche 46/2025 zeigt, welche Aktien dank überzeugender Unternehmensmeldungen oder starker Trends zulegen konnten und welche zu den schwächeren Performern der Woche gehörten.

+++ Tops der Börsenwoche 46/2025 +++

Bayer: starke Kursentwicklung nach überzeugenden Quartalszahlen

Am deutschen Aktienmarkt und insbesondere im DAX fiel in der vergangenen Woche die Stärke des Pharma- und Agrarkonzerns Bayer (ISIN: DE000BAY0017) auf. Der Kurs legte vor allem nach der Vorlage der Geschäftszahlen deutlich zu. Im dritten Quartal übertraf das Unternehmen beim operativen Gewinn dank konsequenter Kostensenkungen die Erwartungen der Analysten. Dieser positive Aspekt wog bei den Investoren offenbar schwerer als die zusätzlichen Rückstellungen, die Bayer im Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten in den USA rund um Glyphosat und PCB-Chemikalien bilden musste. Konkret legte der Konzern im Berichtszeitraum fast 1 Milliarde Euro nach.

Mit Blick auf die Rechtsstreitigkeiten zeigte sich der Vorstand weiterhin zuversichtlich und verwies auf Fortschritte. Er erwartet, dass die verbleibenden Verfahren bis Ende 2026 signifikant eingedämmt werden können. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch Vergleiche, sofern sie aus Sicht des Unternehmens vorteilhafter sind als fortgesetzte Rechtsrisiken durch mögliche Prozesse mit Klägern, die den Unkrautvernichter Glyphosat für gesundheitliche Schäden verantwortlich machen.

Aus charttechnischer Sicht hat die Bayer Aktie mit den Gewinnen der vergangenen Woche erneut die Hochs von Juli und Anfang Oktober bei 29,78 und 29,93 Euro erreicht. Nun stellt sich die Frage, ob ein nachhaltiger Ausbruch über diese Niveaus gelingt oder ob es wie zuvor zu einer erneuten Korrekturbewegung kommt. Zum Handelsbeginn am Freitag prallte der Kurs zunächst nach unten ab.

Bayer

Bechtle Aktie zieht an: Vorstand sieht sich zurück auf Wachstumskurs

Zu den größten Gewinnern am deutschen Aktienmarkt in der vergangenen Woche gehörte die Bechtle Aktie (ISIN: DE0005158703). Der IT-Dienstleister legte Quartalszahlen vor und konnte offenbar überzeugen, wie die deutliche Kursreaktion zeigt. Nach einem überraschend starken dritten Quartal setzt der MDAX Wert nun auf einen kräftigen Endspurt im Schlussquartal. „Der Vorstand rechnet für das vierte Quartal mit einer weiteren Verstärkung der zuletzt bereits positiven Geschäftsentwicklung“, erklärte Konzernchef Thomas Olemotz. Zudem betonte er: „Wenn wir uns die einzelnen Quartale im Geschäftsjahr 2025 ansehen, ist ein klarer positiver Trend ersichtlich. Die Talsohle haben wir bereits durchschritten und sind zurück auf dem Wachstumspfad.“ Die Jahresprognosen wurden bestätigt, was signalisiert, dass der IT Dienstleister wieder in ruhigeres und deutlich freundlicheres Fahrwasser zurückgekehrt ist.

Bechtle kombiniert dezentrale Systemhaus Dienstleistungen wie Beratung, Implementierung, Managed Services und Security mit einem starken IT E Commerce für den Direktvertrieb von IT Produkten. Das Unternehmen entwickelt moderne IT Architekturen für Digitalisierung, Multi Cloud, Modern Workplace, Künstliche Intelligenz und klassische Infrastruktur und ergänzt sein Angebot durch nachhaltige Konzepte wie Circular IT. Die Multichannel Strategie umfasst über 120 Standorte in 14 europäischen Ländern sowie digitale Services für Kunden aus Mittelstand, Großunternehmen und dem öffentlichen Sektor.

Bechtle

Cisco Systems: das Allzeithoch aus dem Jahr 2000 rückt näher

Zu den größten Gewinnern im NASDAQ-100 der vergangenen Woche gehört Cisco Systems (ISIN: US17275R1023, Symbol: CSCO). Die Aktie befindet sich bereits seit einiger Zeit in einem stabilen Aufwärtstrend, der durch die Kursgewinne nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen am Mittwoch weiter gestützt wurde. Der weltweit größte Vertreter der Netzwerktechnikbranche erzielte in der Berichtsperiode bessere Ergebnisse als erwartet und hob zugleich seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2025/26, das bis Ende Juni läuft, an.

„Wir hatten einen soliden Start in das Geschäftsjahr und Cisco ist auf dem besten Weg, unser bisher stärkstes Jahr zu erzielen“, erklärte Chuck Robbins, Vorsitzender und CEO von Cisco. „Die breite Nachfrage nach unseren Technologien unterstreicht die entscheidende Rolle sicherer Netzwerke und den Wert unseres Portfolios, da Kunden schnell voranschreiten, um das Potenzial der KI auszuschöpfen.“

Mit der starken Kursentwicklung der vergangenen Woche hat sich die CSCO-Aktie weiter ihrem Allzeithoch von März 2000 bei 82 US-Dollar angenähert. Am Donnerstag erreichte der Kurs ein Hoch von 79,50 US-Dollar. Nun bleibt abzuwarten, ob und wann die historische Bestmarke erreicht wird und welche Marktreaktion an dieser Kurszone folgt.

Cisco Systems

+++ Flops der Börsenwoche 46/2025 +++

Strategy Aktie weiter auf Talfahrt: Bitcoin fällt unter 100.000 US-Dollar

Die anhaltende Schwäche des Bitcoin gehörte in der vergangenen Woche erneut zu den prägenden Themen an den Finanzmärkten. Am Donnerstag rutschte die Kryptowährung wieder unter die Marke von 100.000 US-Dollar und unterschritt damit sogar das Tief von Anfang November. Dadurch bestätigte Bitcoin seinen kurzfristigen Abwärtstrend, der seit dem Allzeithoch von über 126.000 US-Dollar Anfang Oktober anhält. Seitdem hat die Digitalwährung mehr als 20 Prozent an Wert verloren.

Von dieser Entwicklung blieben auch Aktien aus dem Krypto-Sektor nicht verschont. Besonders deutlich zeigt sich das beim Bitcoin-Vehikel Strategy (ISIN: US5949724083, Symbol: MSTR). Die MSTR Aktie befindet sich bereits seit dem Zwischenhoch im Juli in einem Abwärtstrend und hat mit Kursverlusten von über 50 Prozent erheblich stärker nachgegeben als Bitcoin. Obwohl einige Indikatoren inzwischen auf eine überverkaufte Marktsituation hindeuten, bleibt das Chartbild angeschlagen. Eine Positionierung auf der Long-Seite gilt daher als risikoreich, da der Markt den Bewertungsaufschlag der Aktie im Verhältnis zum Bitcoin-Bestand offenbar weiter reduziert.

Dieser Aufschlag war lange Zeit vergleichsweise hoch und resultierte aus dem speziellen Geschäftsmodell. Strategy finanziert sich regelmäßig über neue Aktien, Vorzugsaktien oder wandelbare Anleihen. Die daraus erzielten Mittel fließen nahezu vollständig in den Kauf von Bitcoin. Dadurch entsteht ein börsengehandeltes Vehikel, über das vor allem institutionelle Anleger indirekt in Bitcoin investieren können. Dieser Service dürfte in seiner Anfangsphase einen hohen Preisaufschlag gerechtfertigt haben. Aktuell scheint sich jedoch ein moderateres Bewertungsniveau herauszubilden.

Strategy

AppLovin Aktie fällt auf Oktober Tief zurück

Die Aktie von AppLovin (ISIN: US03831W1080) gehörte in der vergangenen Woche zu den schwächsten Werten im NASDAQ 100. Zwischenzeitlich fiel der Kurs unter das markante Tief von Anfang Oktober bei 545 US-Dollar, konnte sich bislang jedoch knapp darüber halten. Bereits am 21. Oktober war diese Marke getestet worden, bevor der Kurs kurzfristig nach oben drehte. Nun stellt sich die Frage, ob sich die Zone um 545 US-Dollar erneut als tragfähiges Unterstützungsniveau erweist oder ob sie diesmal unterschritten wird. Ein Bruch dieser Marke könnte weitere Abgaben auslösen.

Unternehmensseitig gab es in der vergangenen Woche keine neuen Nachrichten. AppLovin betreibt eine KI basierte Softwareplattform, die App Entwicklern und Unternehmen hilft, die Vermarktung und Monetarisierung ihrer Produkte zu automatisieren und zu optimieren. Die Lösungen ermöglichen unter anderem die gezielte Platzierung von Werbung in mobilen Apps, auf Websites und auf vernetzten TV Geräten.

Anfang Oktober hatten Berichte über Ermittlungen der US Börsenaufsicht SEC zu den Geschäftspraktiken von AppLovin für Verunsicherung gesorgt und den Kurs unter Druck gesetzt. In dieser Hinsicht blieb es zuletzt jedoch ruhig.

AppLovin

Oracle Aktie rutscht unter 150-Tage-Linie: drohen nun weitere Verluste?

Der S&P 500 Wert Oracle (ISIN: US68389X1054) gehörte in der vergangenen Woche zu den größten Verlierern unter den US-Schwergewichten. Die Aktie hatte im September mit 345,72 US-Dollar ihr bisheriges Allzeithoch erreicht. Damals bildete der Kurs nach der Veröffentlichung von Quartalszahlen eine Kurslücke. Seit diesem Rekord entwickelte sich jedoch ein Abwärtstrend, der sich in der vergangenen Woche fortsetzte und mittlerweile dazu geführt hat, dass die entstandene Lücke vollständig geschlossen wurde. Aus charttechnischer Sicht ist zudem bemerkenswert, dass die Aktie nun auch ihren 150-Tage-Durchschnitt als Indikator für den längerfristigen Trend unterschritten hat. Sollte sich dieser Ausbruch als nachhaltig erweisen, könnte daraus eine fortgesetzte Korrektur entstehen. Unternehmensseitig gab es in der vergangenen Woche keine neuen Nachrichten.

Oracle

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