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Krypto > Rally könnte weiterlaufen

Ethereum vor 4.000 US-Dollar? Diese Daten machen Hoffnung

| Louis Blümlein

Ether-Coin.
Marktbeobachter sehen Potenzial bei Ethereum. (Foto: Shutterstock)

Ethereum könnte vor der nächsten größeren Bewegung stehen. Eine starke Kaufzone stützt den Kurs, während Analysten weiter bis 4.000 US-Dollar schauen.

Ethereum hält sich trotz des schwierigen Marktumfelds überraschend gut. Während der Kurs nur moderat zurücksetzt, liefern On-Chain-Daten einige Hinweise darauf, warum die Rallye noch nicht vorbei sein muss.

Der Krypto-Markt bekommt von außen weiterhin ordentlich Druck. Der Ölpreis hält den Inflationsdruck hoch, bei den US-Renditen ist ebenfalls noch keine echte Entspannung zu sehen und damit bleibt das Umfeld für Risikoassets schwierig. Ethereum hat nach dem Lauf bis auf rund 2.800 US-Dollar zwar ebenfalls etwas abgegeben, bislang fällt die Korrektur aber ziemlich überschaubar aus.

Das passt auch zur Stimmung am Markt. Der Analyst Consensus Index von CryptoQuant ist inzwischen klar in den bullischen Bereich gelaufen. Nach einer starken Bewegung nach oben ist das erstmal wenig überraschend. Viele setzen wieder auf steigende Kurse, Buchgewinne werden größer und irgendwann nimmt eben auch der eine oder andere Gewinne mit. Solche Rücksetzer gehören zu einer starken Marktphase schlicht dazu.

Bisher hat Ethereum vom Hoch rund 4,3 Prozent verloren. Sollte noch etwas mehr Verkaufsdruck reinkommen, könnte der Bereich um 2.500 US-Dollar wieder eine größere Rolle spielen. Dort hat sich der Kurs zwischen Mitte August und Mitte September längere Zeit aufgehalten, bevor die nächste Bewegung nach oben kam.

Auch im Volumenprofil fällt die Zone auf. Rund um 2.500 US-Dollar wurde viel gehandelt und im Orderbook liegen dort ebenfalls mehrere Kauforders. Läuft der Ethereum-Kurs nochmal in diesen Bereich zurück, würde er also auf eine Zone treffen, an der schon vorher viel Nachfrage vorhanden war. Nach dem starken Anstieg wäre so ein Rücklauf weiterhin kein Drama, sondern eher eine normale Abkühlung.

Immer weniger ETH liegen zum Verkauf bereit

Noch spannender wird es beim Blick auf die Börsenbestände. Laut Santiment liegen nur noch 3,49 Prozent des gesamten ETH-Angebots auf zentralen Krypto-Börsen. Seit Anfang Juni wurden weitere 1,16 Prozent des Angebots abgezogen.

Ein Teil davon wandert in eigene Wallets, ein anderer ins Staking oder in DeFi-Anwendungen. Für den Markt hat das einen ziemlich einfachen Effekt. Je weniger ETH direkt auf Börsen liegen, desto weniger Coins stehen kurzfristig zum Verkauf bereit.

Mittlerweile sind rund 35 Prozent aller ETH gestakt, während etwa 53 Milliarden US-Dollar in DeFi-Anwendungen auf Ethereum gebunden sind. Auch größere Halter machen da mit. BitMine hält knapp 5,98 Millionen ETH und hat davon nach den vorliegenden Daten rund 85 Prozent gestakt.

Damit verschwindet ein immer größerer Teil des Angebots aus dem direkten Handel. Sollte die Nachfrage wieder stärker anziehen, trifft sie also auf deutlich weniger frei verfügbare ETH als noch vor einigen Monaten.

Nach oben ist weiter einiges möglich

Die leichte Korrektur ändert damit erstmal wenig an der größeren Ausgangslage. Ethereum kommt aus einer starken Bewegung, die Börsenbestände sinken weiter und ein großer Teil des Angebots steckt inzwischen im Staking oder in DeFi.

Auch von institutioneller Seite bleibt die Stimmung freundlich. Tom Lee, Chairman von BitMine, geht davon aus, dass viele größere Investoren bei Krypto noch immer eher klein positioniert sind und ihre Bestände im vierten Quartal weiter ausbauen könnten.

Die britische Großbank Standard Chartered hält ebenfalls weiter an einem Ethereum-Kurs von 4.000 US-Dollar bis Ende 2026 fest. Die Bank verweist unter anderem auf das Wachstum bei Stablecoins, DeFi und die hohe Aktivität auf dem Ethereum-Netzwerk.

Vom aktuellen Niveau wären das noch einmal knapp 50 Prozent nach oben. Bis dahin dürfte es aber kaum ohne Rücksetzer gehen. Solange Bereiche wie 2.500 US-Dollar weiter Nachfrage anziehen und gleichzeitig immer weniger ETH auf den Börsen liegen, spricht trotzdem einiges dafür, dass die aktuelle Bewegung noch nicht am Ende sein muss.

 

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