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Welche Coins wirklich gefragt sind

| Oliver Götz

Krypto-Coins auf Tastatur.
Bitpanda-Analyse: Häufig wird über immer dieselben Kryptowährungen berichtet, während weniger bekannte Coins zumindest auf Basis der Suchanfragen auf Google stärker gehypt werden. (Foto: Boyloso / Shutterstock)

Eine Analyse von Google-Suchergebnissen und Suchvolumen zeigt: mediale Präsenz und tatsächliches Anlegerinteresse klaffen bei Kryptowährungen weit auseinander.

Kryptowährungen erregen immer mehr Aufmerksamkeit - von Anlegern, Medien, Plattformen. Nun kommt eine Analyse des österreichischen Online-Brokers Bitpanda, der auf Kryptowährungen spezialisiert ist, zu dem Schluss: Während manche Coins in nahezu jeder medialen Übersicht zu den „besten Kryptowährungen“ auftauchen, werden andere kaum erwähnt, obwohl sie im Netz überraschend häufig gesucht werden.

Dazu hat Bitpanda zwei Faktoren gegenübergestellt: die Sichtbarkeit von Kryptowährungen in den Top-100-Google-Suchergebnissen für den Begriff „beste Kryptowährung“ sowie das durchschnittliche monatliche Suchvolumen in Deutschland. Aus diesem Verhältnis wurde ein sogenannter Krypto-Hype-Score berechnet. Werte über 100 Prozent zeigen Coins, nach denen deutlich häufiger gesucht wird, als sie in Suchergebnissen auftauchen – sie gelten als „underhyped“. Werte unter 100 Prozent deuten dagegen darauf hin, dass eine Kryptowährung in Rankings und Artikeln besonders präsent ist, ohne aktuell entsprechend viel Aufmerksamkeit bei Google zu erzeugen.

Pi, Algorand und Pepe: Die unterschätzten Coins

Besonders groß ist die Lücke zwischen Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit bei einigen eher ungewöhnlichen Kandidaten. So erreicht Pi mit einem Hype-Score von rund 300 Prozent den höchsten Wert der Analyse. Der Coin taucht nur selten in den Top-100-Suchergebnissen auf, wird aber überdurchschnittlich häufig gesucht. „Hier treibt nicht der institutionelle Investor, sondern die Community den Hype“, sagt Christoph Nestelberger, Commercial Director Germany, bei Bitpanda. Pi Network setze auf niedrigschwelligen Zugang über mobiles Mining und ein virales Referral-System und habe so weltweit eine riesige Nutzerbasis aufgebaut. „Die aktuellen Entwicklungen, insbesondere anstehende Token-Unlocks, erklären den plötzlichen Anstieg der Suchanfragen“, so Nestelberger weiter.  Viele Nutzer fragten sich erstmals, ob sich ihr langjähriger Einsatz nun tatsächlich auszahlt.

Ähnlich verhält es sich bei Algorand und Pepe. Auch diese Kryptowährungen kommen in vielen Rankings kaum vor, erzeugen aber vergleichsweise hohe Suchanfragen. Der sogenannte „Hype-Gap“ deutet darauf hin, dass sich rund um diese Projekte bereits eine aktive Community und steigende Neugier entwickelt haben – obwohl sie im Mainstream vieler Übersichten noch nicht angekommen sind.

„Im Gegensatz zu etablierten Kryptowährungen entsteht die Nachfrage hier nicht durch institutionelles Interesse, sondern primär aus der bestehenden Community“, erklärt Bitpanda-Experte Nestelberger.  Eine Chance, aber auch ein Risiko. „Liquidität, Handelbarkeit auf regulierten Plattformen und regulatorische Klarheit bleiben die eigentlichen Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Entwicklung.“

Bekannt und gefragt: Diese Coins sind ihren Hype wert

In der Mitte des Feldes finden sich Kryptowährungen, bei denen mediale Präsenz und Nutzerinteresse relativ gut zusammenpassen. Dazu zählen vor allem Bitcoin, Cardano und Dogecoin.

Sie erreichen sowohl bei der Anzahl der Erwähnungen in den Suchergebnissen als auch beim Suchvolumen hohe Werte und kommen damit auf einen Hype-Score von rund 100 Prozent. Diese Coins sind also nicht nur in Artikeln und Rankings präsent, sondern werden auch tatsächlich häufig von Nutzerinnen und Nutzern recherchiert.

Ethereum, Litecoin und Polkadot: Zu viel Präsenz?

Auf der anderen Seite stehen einige etablierte Namen des Kryptomarktes. Ethereum, Litecoin und Polkadot erscheinen in Rankings und Übersichten besonders häufig, ihr Verhältnis aus Suchvolumen zu Sichtbarkeit fällt jedoch deutlich niedriger aus.

Das bedeutet nicht, dass diese Kryptowährungen an Bedeutung verlieren. Vielmehr scheint ihre starke Präsenz häufig auf einem „Pflichtplatz“ in Marktanalysen, Kursübersichten oder Krypto-FAQs zu beruhen. Sie gehören zum festen Inventar vieler Artikel – sorgen aktuell aber für vergleichsweise weniger neue Suchanfragen.

Was der Hype-Score für Anleger bedeutet

Der Krypto-Hype-Score zeigt vor allem eines: Wahrnehmung und tatsächliche Nachfrage können im Kryptomarkt stark auseinanderdriften. Ein hoher Wert kann darauf hinweisen, dass ein Projekt in der Community bereits intensiv diskutiert wird, ohne im Mainstream angekommen zu sein.

Umgekehrt signalisieren sehr niedrige Werte, dass über eine Kryptowährung viel geschrieben wird, ohne dass sie gerade besonders viel Neugier auslöst.

Damit fungiert der Index als eine Art „Frühwarnsystem für die Marktstimmung“, meint Nestelberger. „Er zeigt, wo Aufmerksamkeit entsteht, oft noch bevor sich Kurse langfristig bewegen.“ Hohe Suchvolumen könnten entsprechend auf steigendes Interesse hinweisen. Gleichzeitig seien sie häufig Ausdruck kurzfristiger Spekulation, mahnt er. „Der Index ersetzt keine fundamentale Analyse, hilft aber, den ‚Noise‘ von echten Trends zu unterscheiden.“

Die vollständige Analyse finden Sie hier: https://www.bitpanda.com/de/buy

 

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