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Das ist der teuerste Ferrari

Eine rote Legende: Der Ferrari 330 LM / 250 GTO gilt für Kenner als das schönste Auto, das je gebaut wurde. Nun ist der Wagen, den es so nur einmal gibt, in New York für 51,7 Millionen US-Dollar versteigert worden. Damit hält der Oldtimer den Rekord als teuerster Ferrari.

Wertvolles Einzelstück: Der Ferrari 330 LM / 250 GTO wurde kürzlich für 51,7 Millionen US-Dollar in New York versteigert (Foto: Picture Alliance).

Eine rote Legende: Der Ferrari 330 LM / 250 GTO gilt für Kenner als das schönste Auto, das je gebaut wurde. Nun ist der Wagen, den es so nur einmal gibt, in New York für 51,7 Millionen US-Dollar versteigert worden. Damit hält der Oldtimer den Rekord als teuerster Ferrari.

Schon die Ankündigung verhieß Bedeutendes: „Ein Leben. Ein Auto. Eine Chance.“ Mit diesen Worten untermalte das Auktionshaus RM Sotheby's in New York bereits Wochen zuvor die anstehende Versteigerung des Ferrari 330 LM / 250 GTO. Dazu zeigte man erste Bilder der roten Schönheit und machte in einem Teaser-Video auf das Einzelstück von Ferrari neugierig. Alte Bilder aus der Rennhistorie, Motoren-Sound und das Enthüllen des Autos weckten bei Oldtimer-Fans die Vorfreude auf die Auktion. Einem kleinen Kreis von äußerst finanzstarken Sammlern bot sich die exklusive Chance, das einzigartige Modell aus dem Jahr 1962 zu ersteigern. Im Vorfeld erwartete das Auktionshaus einen Preis von mindestens 60 Millionen US-Dollar. Letztlich fiel der Hammer bei 51,7 Millionen US-Dollar. Auch wenn der Erlös geringer ausfiel als erwartet: Der Sportwagen ist der teuerste Ferrari, der bislang versteigert wurde.

Selbst für Ferrari-Jünger gilt der 330 LM / 250 GTO als Ikone. Beim 330 LM handelt es sich um ein Einzelstück aus der 250-GTO-Familie. Nach Angaben des Auktionshauses ist es der einzige 250 GTO von 1962, der von der Scuderia Ferrari eingesetzt wurde, und der einzige, der einen Vier-Liter-Motor besitzt. Neben dieser Besonderheit glänzt der versteigerte Ferrari mit einer besonderen Historie. „Sein Platz in der Geschichte ist unbestritten“, sagte Oliver Barker, der Vorsitzende von Sotheby’s Europe, laut Bloomberg. Die Plakette mit der Chassis-Nummer 3765 ermöglicht es, die Geschichte des Autos, das verschiedene Preise gewann, nachzuvollziehen.

1962 landete der 340 PS starke Ferrari beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring auf dem zweiten Platz. Der nächste Einsatz beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans verlief allerdings weniger erfolgreich: Nach einem Fahrfehler geriet das Auto ins Kiesbett, wobei der Kühler so stark beschädigt wurde, dass der Motor überhitzte und Ferrari den Wagen aus dem Rennen nehmen musste. Im November 1962 wechselte das Auto den Besitzer, der es von Ferrari in Maranello auf die Spezifikationen des 250 GTO umrüsten ließ. 1966 wurde der Ferrari an einen neuen Eigentümer in Kalifornien verkauft. In den folgenden Jahren wechselte der Sportwagen einige weitere Male den Besitzer, seit 1985 war er aber nicht mehr auf dem Markt verfügbar. Er war nur noch bei einigen exklusiven Oldtimer-Wettbewerben zu sehen, die er regelmäßig gewann. Beim jetzigen Verkäufer handelte es sich um einen Sammler aus dem amerikanischen Ohio, der den Ferrari 38 Jahre lang besaß. Wer der Käufer bei der Auktion war, blieb unbekannt.

Die italienische Sportwagenmarke ist seit Jahren führend in der Liste der am teuersten versteigerten Autos. So waren zwölf der 15 bestverkauften Autos in diesem Jahr Ferraris. Obwohl der 330 LM /250 GTO mit 51,7 Millionen US-Dollar nun der teuerste Ferrari weltweit ist: Den Rekord als teuersten Oldtimer hält ein anderes Fahrzeug. Ein Mercedes-Benz 300 SLR Uhlenhaut Coupé von 1955 brachte 2022 bei einer Auktion von RM Sotheby’s 142 Millionen US-Dollar ein. Angesichts dieser Preise bleibt es für die meisten Oldtimer-Liebhaber beim Träumen.

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