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Lebensart > Neue Genussadressen

Guide MICHELIN Deutschland 2026: Zehn neue Restaurants im Mai aufgenommen

| Redaktion Börse am Sonntag | Lesezeit: 2 Min.

Rotes MICHELIN-2025-Schild an einer Steinwand neben einem Restaurantbereich.
Rotes MICHELIN-2025-Schild an einer Steinwand neben einem Restaurantbereich. Das Schild verweist auf eine frühere Guide-Auswahl; neue Restaurants werden im Guide MICHELIN Deutschland laufend aufgenommen, die Sterne und Bib Gourmands für 2026 folgen erst bei der jährlichen Verleihung. (Foto: Shutterstock)

Zehn neue Restaurants stehen im Mai 2026 im Guide MICHELIN Deutschland. Von Essen bis Velburg zeigt die Auswahl, wie vielfältig die deutsche Gastronomie bleibt.

Der Guide MICHELIN Deutschland hat im Mai 2026 wieder frischen kulinarischen Stoff geliefert: Zehn neue Restaurants kamen in die aktuelle Auswahl. Die Tester sind schließlich das ganze Jahr unterwegs – und wenn sie irgendwo richtig gut essen, wollen sie das nicht monatelang für sich behalten. Ob später sogar ein Stern oder ein Bib Gourmand folgt, bleibt zwar noch unter Verschluss, neugierig machen die neuen Namen aber jetzt schon.

Neue Namen, große Bandbreite

Mit dabei sind die „EssKultur“ in Hannover, die „GenussWerkstatt“ in Mainz und „Der Philosoph“ in Heidelberg – Namen, die schon nach langen Abenden und leeren Tellern klingen. In München sorgt das „NICE“ für Aufmerksamkeit, in Essen das „Bistro in der Remise“. Im Rheingau hat sich die „Schlossschänke auf dem Johannisberg“ ihren Platz im Guide gesichert, während in Kassel das „elfbuchen“ die Inspektoren überzeugte.

Dazu kommen echte Genussadressen wie das „Wirtshaus Huberwirt“ in Pleiskirchen, das Tradition modern interpretiert, oder „Winkler Bräu“ in Velburg, wo Brauhaus und feine Küche zusammenfinden. Und dann wäre da noch „Dopamin“ in Saarburg – ein Name, der eigentlich schon wie ein Versprechen klingt.

Die Bandbreite der neu aufgenommenen Restaurants reicht damit von moderner Küche und Marktküche über regionale und saisonale Konzepte bis zu kreativer und traditioneller Küche. Die Botschaft dahinter: Deutschlands Gastro-Szene brodelt weiter. Nicht nur in den Metropolen, sondern auch abseits der großen Bühnen wird gekocht, ausprobiert und überrascht.

Notieren sollten sich Feinschmecker außerdem den 23. Juni 2026: Dann wird Frankfurt am Main erneut zum Treffpunkt der Spitzengastronomie. Im Gesellschaftshaus Palmengarten vergibt der Guide MICHELIN die Sterne für Deutschland 2026. Neben den begehrten Sternen werden auch Sonderpreise wie der Young Chef Award, der Sommelier Award und der Service Award verliehen.

Die neuen Adressen im Überblick

  • Essen: Bistro in der Remise
  • Geisenheim: Schlossschänke auf dem Johannisberg
  • Hannover: EssKultur
  • Heidelberg: Der Philosoph
  • Kassel: elfbuchen
  • Mainz: GenussWerkstatt
  • München: NICE
  • Pleiskirchen: Wirtshaus Huberwirt
  • Saarburg: Dopamin
  • Velburg: Winkler Bräu

125 Jahre Guide MICHELIN

Der Guide MICHELIN begann 1900 nicht als Restaurantführer, sondern als praktischer Begleiter für Autofahrer: mit Karten, Werkstattadressen, Tankstellen und Hinweisen zu Hotels und Restaurants. Die Idee der Reifenhersteller André und Édouard Michelin war simpel: Wer mehr reist, braucht Orientierung – und fährt mehr.

Aus dieser Servicebroschüre wurde nach und nach ein Maßstab der internationalen Spitzengastronomie. Seit den 1920er-Jahren bewerten anonyme Inspektoren Restaurants, seit 1931 gibt es die heute bekannte Abstufung mit einem, zwei und drei Sternen. In Deutschland erschien der Guide erstmals 1910, die moderne deutsche Michelin-Geschichte begann Mitte der 1960er-Jahre. Die erste Drei-Sterne-Auszeichnung hierzulande ging 1980 an Eckart Witzigmanns „Aubergine“.

Heute steht der Guide MICHELIN für weit mehr als Luxusgastronomie. Neben Sternen zeichnet er auch besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, nachhaltige Konzepte und neue kulinarische Handschriften aus – und zeigt damit, wie stark sich Esskultur, Reisen und Lebensart verändert haben.

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