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Märkte > Trump Trust

Portfolio von Donald Trump: Apple rein, Amazon raus

| Oliver Götz

Donald Trump.
Im Trust von Donald Trump gab es im ersten Quartal tausende Trades. (Foto: Picture Alliance / Associated Press / Evan Vucci)

Frische OGE-Daten zeigen, wo der US-Präsident im ersten Quartal investiert hat. Neben einer größeren Summe in Apple, steckte Trump auch Geld in Halbleiter- und Kryptowerte.

Unterlagen der US-Ethikbehörde OGE erlauben einen Blick ins Portfolio von Donald Trump und seiner Familie. Nun liegt der aktuelle „Form 278-T“-Bericht vor, der Auskunft über getätigte Transaktionen im ersten Quartal gibt. Da der US-Präsident von Amts wegen Einfluss auf die Entwicklung an den Märkten hat, sind die Veröffentlichungen für Anleger eine spannende Angelegenheit. Insbesondere, da sich Donald Trump in der jüngeren Vergangenheit nicht mit politischen Entscheidungen zurückgehalten hat, die in der Folge Aktienkurse einbrechen oder explodieren ließen. Jederzeit denkbar also, dass Käufe und Verkäufe von Trump an der Börse einen bestimmten regulatorischen oder wirtschaftspolitischen Kurs anzeigen.

Die ersten drei Monate des Jahres hat Trump offenbar genutzt, um seine Anteile an den Tech-Multis Amazon, Meta und Microsoft zu reduzieren. Um bis zu 25 Millionen US-Dollar schrumpfte der US-Präsident seine Beteiligungen an den Konzernen. Zugeschlagen hat Trump hingegen in großem Stil bei Apple. Insgesamt flossen von Januar bis März 7,2 Millionen Dollar aus Trumps Vermögen in den iPhone-Produzenten aus Cupertino. Ob Trump mit Aktien gehandelt hat, oder anderweitig Finanztransaktionen in Bezug auf die genannten Unternehmen getätigt hat, geht aus den OGE-Daten nicht hervor. Ebenso werden in den Dokumenten mit Blick auf die Kauf- und Verkaufssummen stets nur Spannen angegeben. Die tatsächlichen Werte können leicht abweichen. Ob Trump selbst Transaktionen getätigt hat, bleibt ebenfalls im Dunkeln, da dessen Vermögen über einen Trust von seinen Kindern verwaltet wird.

Mehrere Millionen flossen in Chiphersteller wie Nvidia und Broadcom

Darin gab es im ersten Quartal aber noch weit mehr Bewegung, als Käufe und Verkäufe bei Big Tech. Allein 2.300 Zukäufe wurden getätigt. Unter den bedeutendsten waren die von Nvidia, Broadcom, Cadence Design, Synopsys und Texas Instrument. In die Halbleiter-Unternehmen floss jeweils ein niedriger bis mittlerer einstelliger Millionenbetrag. Und auch im zwischenzeitlich aufgrund von KI-Sorgen an der Börse abgestraften Software-Sektor, finden sich in Trumps Trust Käufe der Firmen, die besonders hohe Kursverluste erlitten hatten, nämlich Workday, ServiceNow, Adobe und Oracle.

Besonders im Halbleiter-Sektor bekommen die jüngsten Transaktionen eine politische Dimension. So will Trump Nvidia nun doch erlauben, seine H200-Chips nach China zu exportieren. Bislang kosten die Verkaufsstopps dem Unternehmen viele Milliarden Dollar. Dass im ersten Quartal der Chiphersteller Intel nach weiteren Zukäufen zu den größten Positionen im Trust zählte, lässt eine Verbindung zu der Ende 2025 eingegangen Beteiligung der US-Regierung an Intel zumindest naheliegen erscheinen.

Hoch im Kurs steht bei Trump daneben weiterhin die Kryptobranche. Die OGE hat Käufe unter anderem bei MicroStrategy, Coinbase und der Mining-Firma MARA notiert.

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