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Reisetrends 2027: Das ist angesagt

| Vera König | Lesezeit: 4 Min.

Eine Wanderin mit türkisfarbenem Rucksack steht mit ausgebreiteten Armen und geschlossenen Augen auf einer grünen Bergwiese. Im Hintergrund liegen ein kleiner See und ein imposantes Bergpanorama unter blauem Himmel.
Bildschirmzeit gegen Erlebnisse tauschen: Bei den Reisetrends 2027 steht Offline-Zeit im Urlaub hoch im Kurs (Foto: Shutterstock).

Weil Reisen mehr als eine Auszeit ist: Urlaub bedeutet mehr, als einfach dem Alltag zu entfliehen. 2027 rücken bewusste Auszeiten und unvergessliche Momente noch stärker in den Blick. Das zeigt der Ausblick auf die Reisetrends.

Ob digitale Auszeit, erholsame Stille oder spezielle Erlebnisse, die lange in Erinnerung bleiben: Reisende legen zunehmend Wert darauf, wie sie ihre freie Zeit verbringen, was sie wirklich erleben möchten und wofür sie ihr Geld ausgeben. Für den „Reisetrends-Report 2027“ hat die Reisesuchmaschine Skyscanner eigene Suchdaten mit den Antworten von mehr als 28.000 Reisenden weltweit sowie Erkenntnissen von Branchenpartnern kombiniert. Daraus ergibt sich ein spannender Ausblick auf die Reisetrends 2027.

Im kommenden Jahr legen Reisende noch mehr Wert darauf, ihr Urlaubsbudget sinnvoll einzusetzen. Der Preis bleibt dabei ein entscheidender Faktor bei der Reiseplanung. Obwohl sich das Wachstum der Konsumausgaben 2026 in vielen Bereichen abgeschwächt hat und der weltweite Flugverkehr weiterhin vor Herausforderungen steht, ist die Reiselust ungebrochen. Statt auf Urlaub zu verzichten, planen Reisende bewusster, achten stärker auf ihr Budget und investieren gezielt in Erlebnisse, die ihnen besonders wichtig sind. Fast neun von zehn Deutschen wollen 2027 genauso oft oder häufiger reisen. 27 Prozent planen, ihr Budget für Flüge zu erhöhen, 25 Prozent möchten mehr für Unterkünfte ausgeben und neun Prozent würden mehr Geld für einen Mietwagen bezahlen. Insgesamt zählt Skyscanner weltweit 17 Prozent mehr Flugsuchen als im Vorjahreszeitraum.

2027 geht es auch darum, mehr aus jeder Reise mitzunehmen. Und zwar nicht nur finanziell, sondern auch persönlich. Das Repertoire der Trends reicht vom Tausch von Bildschirmzeit gegen Stille bis hin zur Investition in Erlebnisse, die länger im Gedächtnis bleiben.

Der Wechselkurs-Trend: Clever reisen

Bei der Wahl des Reiseziels zählt längst nicht mehr nur der günstigste Flug oder das beste Hotelangebot. Auch der Wechselkurs gewinnt zunehmend an Bedeutung. Denn in Ländern, in denen die eigene Währung besonders viel wert ist, können Reisende mehr aus ihrem Urlaubsbudget herausholen und sich das eine oder andere Extra gönnen. So sind zum Beispiel aufgrund günstiger Wechselkurse die Suchanfragen für Vietnam im Jahresvergleich um 57 Prozent gestiegen.

Der Off-Grid-Trend: Funkstille

Reisende schalten ab, um wieder mehr im Hier und Jetzt zu sein. Statt endlosem Scrollen stehen Aufenthalte an abgelegenen Orten, gemütliche Abende am Lagerfeuer und gemeinsame Erlebnisse im Mittelpunkt. Auch traditionelle Handwerksaktivitäten laden dazu ein, den digitalen Alltag hinter sich zu lassen. Es zählen gemeinsame Momente und tiefgründige Gespräche, bei denen der persönliche Kontakt wichtiger ist als Social-Media-Posts. Interessant: Babyboomer können der Studie zufolge unterwegs am schlechtesten abschalten.

Der Geschichtstrend: Epische Reisen

Auf den Spuren vergangener Zeiten: Alte Legenden, Mythen und historische Ereignisse wecken die Reiselust. Ob auf klassischen Rundreisen, traditionellen Pilgerwegen oder historischen Wanderrouten – immer mehr Menschen möchten geschichtsträchtige Orte entdecken und in die Kulturen vergangener Epochen eintauchen.

Der Souvenir-Trend: Schatzsuche

Souvenirs müssen nicht teuer sein, um etwas Besonderes zu sein. Vielmehr geht es darum, einzigartige Erinnerungsstücke zu entdecken, für die sich sogar ein eigener Abstecher lohnt. Ob angesagte Taschen, besondere Accessoires oder Caps aus Luxushotels – trendige Läden und außergewöhnliche Fundstücke werden zunehmend selbst zum Reiseanlass. 40 Prozent der Reisenden haben in den letzten zwölf Monaten ein bestimmtes Reiseziel oder Geschäft gezielt besucht, um einen Artikel zu kaufen, den es nur dort gibt.

Der Trend zu Gruppen-Kurztrips: JGA Plus

Der klassische Junggesellenabschied erfährt ein Update. Da Paare heute häufig später heiraten und traditionelle Feiern getrennt nach Männern und Frauen an Bedeutung verlieren, entstehen neue Formen des gemeinsamen Feierns. Statt klassischer JGA-Partys stehen Kurztrips mit Freunden und Familie im Fokus, bei denen gemeinsame Erlebnisse und unvergessliche Momente zählen. Bei den Suchanfragen an der Spitze stehen hierbei Frankfurt am Main und São Paulo.

Der Fitness-Trend: Gym-Cation

Sport und Urlaub gehören zusammen: Immer mehr Reisende möchten auch unterwegs aktiv bleiben und verbinden Sightseeing mit Bewegung. Ob eine Joggingrunde durch die Stadt, ein Besuch im örtlichen Pilates-Studio oder ein Workout im Hotel-Fitnessraum: Fitness wird zunehmend zum festen Bestandteil der Reiseplanung. Jeder fünfte Reisende achtet bei der Hotelwahl inzwischen gezielt auf ein Fitnessangebot vor Ort.

Der Musik-Trend: Sound Bound

Musiktourismus geht längst über große Stadionkonzerte hinaus. Stattdessen möchten Reisende die Musikszene eines Urlaubsortes hautnah kennenlernen. Ob in kleinen Jazzclubs, bei Konzerten in alten Lagerhallen oder auf Festivals mitten im Wald: Musikalische Erlebnisse eröffnen neue Perspektiven auf ein Reiseziel. Für 30 Prozent der Reisenden ist das Musikgenre der wichtigste Faktor bei der Buchung einer solchen Reise.

Zehn Trendziele für 2027

Bratislava und Bischkek führen die Liste der Top-Trendziele für 2027 an. Die folgende Übersicht nennt zehn Reiseziele, bei denen die Suchanfragen auf Skyscanner im Jahresvergleich besonders stark gestiegen sind – perfekt, um sie zu entdecken, bevor sie irgendwann alle kennen.

  1. Bratislava (Slowakei)
  2. Bischkek (Kirgisistan)
  3. São Vicente (Kap Verde)
  4. Trapani (Italien)
  5. Rabat (Marokko)
  6. Brașov (Rumänien)
  7. Asturien (Spanien)
  8. Hanoi (Vietnam)
  9. Taschkent (Usbekistan)
  10. Kilimandscharo (Tansania)
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