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Warum Tech-Aktien jenseits der „Glorreichen 7“ attraktiv sind

(Foto: Shutterstock)

Über die "Magnificent Seven" ist viel geschrieben worden. Aber es gibt noch weitere "Glorreiche Sieben", die zu Unrecht weniger Beachtung finden.

Von Mark Peden, Global Equities Investment Manager bei Aegon Asset Management

Beständigkeit ist der wichtigste Faktor für eine langfristig starke Anlageperformance. Als Anleger ist es großartig, wenn man eine Aktie kauft, die innerhalb weniger Monate einen Höhenflug erlebt, aber solche Fälle sind selten und mit einem relativ hohen Risiko verbunden, viel Geld zu verlieren. Stattdessen ist es wahrscheinlich besser, Aktien zu halten, die den Markt im Laufe der Zeit mäßig, aber beständig übertreffen, und zwar mit geringerer Volatilität, so dass Ausschläge vermieden werden. Wenn man konstant überdurchschnittliche Renditen erzielt, anstatt größere Risiken einzugehen und zu versuchen, in einem bestimmten Jahr richtig abzuräumen, wird man sich langfristig wahrscheinlich in den oberen Rängen der Vergleichsgruppe wiederfinden.

Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich die Bedingungen waren, die wir in den letzten sieben Jahren erlebt haben. Wir haben die Präsidentschaft von Donald Trump, einen Handelskrieg zwischen den USA und China, den offiziellen Austritt von Großbritannien aus der EU, die Covid-Pandemie, den Krieg in der Ukraine und zwei Zinserhöhungsperioden in den USA erlebt, um nur einige zu nennen.

Die Tatsache, dass die Aktienmärkte all diese Ereignisse ohne bleibende Schäden überstanden haben, zeugt von der Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit der Unternehmen, die mit unerwarteten Ereignissen umgehen und neue Wege für ihre Geschäftstätigkeit finden können. Solche Unternehmen sind eher in der Lage, Schocks zu überstehen und die Anleger in schwierigen Zeiten zu schützen, während sie auch an guten Zeiten teilhaben.

Unter den Tech-Unternehmen gibt es viele Qualitätsunternehmen, die über solide Bilanzen, gut gedeckte Dividenden und hohe Eigenkapitalrenditen verfügen. Die Konzentration auf einige herausragende Unternehmen, darunter Albemarle, Broadcom und andere zahlt sich aus. Auch die Aufnahme von Microsoft in das Portfolio, teilweise als Absicherung gegen die anderen Mitglieder der „Magnificent 7“, die keine Dividende zahlen, kann sich lohnen.

Die Beteiligung an der weltweit steigenden Nachfrage nach Lithium für die Verwendung in Batterien ist ebenfalls sinnvoll, da der Preis des Lithiumherstellers Albemarle zuletzt stark gestiegen ist. Delta Electronics, Simplo Technologies und DBS Group sind allesamt gute Beispiele dafür, am Dividendenwachstum in Asien zu partizipieren, insbesondere bei weniger bekannten Unternehmen.

Als ertragsorientierter Anleger ist es schwer, eine Aktie wie Broadcom nicht zu schätzen, die ihre vierteljährliche Dividende zwischen dem ersten Quartal 2017 und dem vierten Quartal 2023 mehr als verfünffacht hat, oder Cincinnati Financial, das mit satten 63 Jahren einen Rekordwert für die meisten aufeinanderfolgenden jährlichen Dividendenerhöhungen hält. Auch hier zeigt sich die Macht der Beständigkeit. 

Die Welt bleibt ein unberechenbarer Ort. Auch wenn die Inflation jetzt nach unten tendiert und der Markt in diesem Jahr mit Zinssenkungen der Zentralbanken rechnet, bestehen weiterhin Risiken durch Faktoren wie die Verlangsamung des globalen Wachstums, strukturelle Probleme in der chinesischen Wirtschaft und geopolitische Krisenherde in der ganzen Welt. Dennoch befinden sich die Dividenden und Aktienrückkäufe auf einem Rekordhoch, so dass man weiterhin zuversichtlich sein kann, was die Aussichten für Aktienerträge im Jahr 2024 angeht.

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