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Tops und Flops >

Kalenderwoche 25 mit Super Micro Computer, SAF-HOLLAND und Sartorius

Elon Musk setzt bei seinem Start-up xAI wohl auch auf Server von Super Micro Computer. Hat das den Aktienkurs in der vergangenen Woche angetrieben? Gefragt war auch der deutsche Nutzfahrzeugzulieferer SAF-HOLLAND.

+++ Tops +++

Super Micro Computer: Rückenwind von Elon Musk?

Der S&P 500-Wert Super Micro Computer (WKN: A0MKJF) hat Serverlösungen, Rackmount- und Blade-Server, Storage- sowie Subsysteme und Zubehör im Portfolio, mit denen sich komplette Server- und Storage-Systeme aufbauen lassen. Damit bietet das Unternehmen unter anderem die Technologie, die als Basis für Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz gilt. Entsprechend profitierte die Aktie zu Jahresbeginn vom KI-Hype. Vom Allzeithoch Anfang März bei 1.229 US-Dollar folgte eine ausgedehnte Korrektur bis zum vorläufigen Tiefpunkt am 22. April bei 671 US-Dollar. Seitdem hat sich ein kurzfristiger volatiler Aufwärtstrend ausgebildet. In der vergangenen Woche setzte sich der in der Vorwoche gestartete Aufwärtsimpuls fort, wodurch die Aktie zu den größten Gewinnern im S&P 500 zählte. Auch für Rückenwind könnte am Donnerstag die Nachricht von Elon Musk gesorgt haben. Er hatte auf X erklärt, dass Super Micro Computer zusammen mit Dell Technologies (WKN: A2N6WP) die Server für sein Start-up xAI für künstliche Intelligenz liefern sollen. Allerdings konnten die Höchststände am Donnerstag nicht gehalten werden. So musste auch Super Micro Computer, wie andere große Namen aus der Halbleiterbranche, im Tagesverlauf einen Abverkauf hinnehmen.

Super Micro Computer

SAF-HOLLAND erwartet höhere EBIT-Marge

SAF-HOLLAND (WKN: SAFH00) bezeichnet sich selbst als einen international führenden Hersteller von fahrwerktechnischen Baugruppen und Komponenten, insbesondere für Trailer, Lkw und Busse. Die Produktpalette des Nutzfahrzeugzulieferers umfasst unter anderem Achs- und Federungssysteme, Sattelkupplungen und Bremssysteme. In der vergangenen Woche war die Aktie des Unternehmens der größte Gewinner unter den Einzelwerten der DAX-Indizes-Familie. Das SDAX-Mitglied hatte seine Margenprognose für das Gesamtjahr 2024 angehoben. Das Unternehmen erwartet nun eine Marge auf Basis des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 10 %. Bislang waren 9 bis 9,5 % in Aussicht gestellt worden. Begründet wird die Anhebung mit einer vorteilhaften Entwicklung des Produktmixes mit einem höheren Anteil des Ersatzteilgeschäfts in Verbindung mit speziellen Vertriebsmaßnahmen. Darüber hinaus wirken sich Kostenanpassungen als Reaktion auf das normalisierte Marktumfeld in den Regionen EMEA und Amerika sowie die weitere Realisierung von Synergien aus der Haldex-Akquisition positiv auf die Profitabilität aus.

SAF-HOLLAND

Autodesk: Einstieg eines aktivistischen Investors

Seit dem Korrekturtief Ende Mai hat die Aktie von Autodesk (WKN: 869964) einen kurzfristigen Aufwärtstrend ausgebildet, der sich in der vergangenen Woche fortsetzte. Für Gesprächsstoff sorgte der Einstieg des aktivistischen Investors Starboard Value, der sich mit mehr als 500 Mio. US-Dollar an dem Softwarehersteller beteiligt hat. Das entspricht zwar nur rund 1 % der aktuellen Marktkapitalisierung von rund 52,6 Mrd. US-Dollar, aber die Börse setzt wohl darauf, dass Starboard frischen Wind in das Unternehmen bringt. So drängt der Aktivist darauf, dass Autodesk seine Margen verbessert und Veränderungen im Vorstand vornimmt. In einem Brief an die Aktionäre hatte der Investor das Management scharf kritisiert. Autodesk ist einer der weltweit führenden Anbieter von Entwurfs- und Konstruktionssoftware für Architektur, Ingenieurwesen und Bauwesen, Medien und Unterhaltung sowie Mechanik und Maschinenbau.

Autodesk

+++ Flops +++

Sartorius am Oktobertief

Sartorius (WKN: 716563) war in der vergangenen Woche der mit Abstand schwächste Wert im deutschen Leitindex. Vom Labordienstleister selbst gab es keine neuen Nachrichten. Allerdings hatte das Unternehmen in der vergangenen Woche zwei Roadshows vor Analysten absolviert. Es gab Spekulationen, dass sich das Unternehmen bei diesen Terminen weiter vorsichtig zur Nachfrage nach seinen Geräten geäußert haben könnte. Ob der jüngste Kursrückgang letztlich darauf zurückzuführen ist, lässt sich jedoch nicht mit Sicherheit sagen. Fest steht hingegen aus charttechnischer Sicht, dass sich mit den Verlusten der vergangenen Woche der kurzfristige Abwärtstrend, der sich seit dem Zwischenhoch im März dieses Jahres gebildet hat, fortgesetzt hat. Damit hat die Sartorius-Aktie erneut das Zwischentief vom Oktober 2023 bei 215,30 Euro erreicht und getestet. Bislang konnte sich der Kurs darüber halten. Ein nachhaltiger Bruch dieser Marke könnte jedoch weitere Abgaben nach sich ziehen, weshalb hier eine spannende charttechnische Konstellation vorliegt.

Sartorius

SMA Solar Technology: Prognosesenkung führt zu Kurseinbruch

Der SDAX- und TecDAX-Wert SMA Solar Technology (WKN: A0DJ6J) war in der vergangenen Woche der größte Verlierer am deutschen Aktienmarkt. Insbesondere am Mittwoch reagierte der Kurs extrem negativ, nachdem der Spezialist für Photovoltaik- und Speichersystemtechnik (u. a. Solar- und Batterie-Wechselrichter, Speichersysteme, Ladelösungen für Elektrofahrzeuge) seine Prognose für das Gesamtjahr 2024 deutlich gesenkt hatte. Beim Umsatz werden nun 1,55 bis 1,7 Mrd. Euro angepeilt, nach zuvor 1,95 bis 2,22 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITDA) wurde von 220 bis 290 Mio. Euro auf 80 bis 130 Mio. Euro reduziert. Mit dem jüngsten Kurssturz setzte sich der übergeordnete Abwärtstrend fort, der sich seit dem Allzeithoch im Juli 2023 bei 112,70 Euro gebildet hat. Das Minus beträgt seitdem fast 75 %. Aus charttechnischer Sicht ist nun der Bereich von etwa 25 bis 29 Euro erreicht, der im Februar 2022 den Ausgangspunkt für einen signifikanten Kursanstieg bildete. Kann hier die aktuelle Talfahrt gestoppt werden?

SMA Solar Technology

Albemarle fällt durch Unterstützung

Die Aktie des US-Spezialchemiekonzerns (WKN: 890167) zeigte sich in der vergangenen Woche erneut schwach. Sie gehörte zu den größten Verlierern im S&P 500. Nachrichten gab es von dem Unternehmen, das zu den weltweit führenden Lithiumproduzenten zählt, keine. Aus charttechnischer Sicht rutschte die Aktie unter die Unterstützung im Bereich von rund 107 US-Dollar. Damit wurde der übergeordnete Abwärtstrend bestätigt, der sich seit dem Allzeithoch im November 2022 bei 334,55 US-Dollar ausgebildet hat. Die Schwäche der letzten Monate ist auf das ungünstige Geschäftsumfeld mit fallenden Lithiumpreisen zurückzuführen. Zudem hat sich das allgemeine Sentiment für Unternehmen aus den Bereichen Elektromobilität und erneuerbare Energien deutlich verschlechtert, was sich auf breiter Front in rückläufigen Kursentwicklungen widerspiegelt.

Albemarle

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