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Kalenderwoche 5 mit Porsche, Hensoldt und Bayer

Beim Sportwagenbauer Porsche heulte der Kursmotor deutlich auf. Ist er nachhaltig angesprungen? Charttechnisch ebenfalls interessant: Hensoldt. Die Bayer-Aktie setzte dagegen ihren Abwärtstrend fort.

+++ Tops +++

Porsche: Springt der Kursmotor nachhaltig an?

Am deutschen Aktienmarkt gehörten in der vergangenen Woche die Autowerte zu den größten Gewinnern. Allen voran die Aktie des Luxus-Sportwagenherstellers Porsche (PAG911). Hier sprang der Kursmotor kräftiger an und setzte die Stabilisierung der Vorwoche mit Aufwärtstendenz fort. Neue Unternehmensnachrichten gab es nicht. Die spannende Frage ist nun, ob mit dem jüngsten Anstieg ein charttechnischer Trendwechsel bevorsteht. Bislang handelt es sich bei der Erholung seit dem Allzeittief von letzter Woche lediglich um eine technische Gegenbewegung innerhalb des übergeordneten Abwärtstrends, der sich seit dem Allzeithoch vom Mai 2023 bei 120,80 Euro gebildet hat.

 

Porsche Aktie

Hensoldt: Charttechnisch interessante Konstellation

Die Aktie des Rüstungskonzerns Hensoldt (WKN: HAG000) gehörte in der vergangenen Woche zu den größten Gewinnern in der DAX-Indexfamilie. Aus dem Unternehmen selbst gab es keine neuen Nachrichten. Von Analystenseite gab es jedoch eine Hochstufung der Aktie von „Neutral“ auf „Buy“ durch die Citigroup. Mit dem jüngsten Kursanstieg hat sich eine charttechnisch interessante Konstellation ergeben. So wurde der Rücksetzer der Vorwoche mehr als wettgemacht und der Kurs nimmt Anlauf auf das Zwischenhoch vom Januar dieses Jahres bei 29,10 Euro. Ein Ausbruch über diese Marke würde zum einen den kurzfristigen Aufwärtstrend bestätigen, der sich seit dem Tief im Dezember letzten Jahres gebildet hat. Zum anderen wäre der übergeordnete Abwärtstrend gebrochen. Hensoldt entwickelt vor allem elektronische Technologien und ist spezialisiert auf Sensorlösungen für Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen (u. a. Radar, Wärmebildgeräte, Avioniksysteme).

Hensoldt Aktie

Corteva: gute Aussichten beflügeln

Die Aktie des Agrarkonzerns Corteva (WKN: A2PKRR) legte in der vergangenen Woche nach der Vorlage der Zahlen für das Schlussquartal und das Gesamtjahr 2023 einen kräftigen Kurssprung hin. Das Unternehmen war damit der größte Wochengewinner im S&P 500. Vor allem der Ausblick dürfte die Anleger überzeugt und für erhöhten Kaufdruck gesorgt haben. So rechnet das Unternehmen in diesem und im nächsten Jahr mit einer starken Nachfrage nach den eigenen Produkten und Dienstleistungen und damit steigenden Gewinnen. 2023 waren Umsatz und bereinigtes Ergebnis je Aktie (EPS) gesunken. Corteva ist weltweit tätig und verfügt über ein diversifiziertes Produktportfolio in den Bereichen Saatgut, Pflanzenschutz und Digital Farming. Charttechnisch hat die Aktie mit dem jüngsten Kursfeuerwerk den Abwärtstrend gebrochen, der sich seit dem Allzeithoch im November 2022 bei 68,43 US-Dollar gebildet hatte.

Corteva Aktie

+++ Flops +++

Bayer muss Schadenersatz zahlen

Während der DAX nur unmerklich unter seinem Allzeithoch notiert, gab es von der Bayer-Aktie (WKN: BAY001) zuletzt weiterhin nichts Positives zu berichten. Das Papier befindet sich seit geraumer Zeit in einem übergeordneten Abwärtstrend, der sich in der vergangenen Woche mit neuen Verlaufstiefs fortsetzte. Mit einem Minus von mehr als 10 % war Bayer zudem der größte Verlierer im deutschen Leitindex. Aus charttechnischer Sicht bietet die Aktie weiterhin ein schwaches Bild. Zuletzt gab es auch Ungemach für das Unternehmen selbst. In einem US-Gerichtsverfahren um den Unkrautvernichter Glyphosat wurde Bayer zu einer Schadenersatzzahlung von 2,25 Mrd. US-Dollar verurteilt. Zwar will das Unternehmen in Berufung gehen, doch die Unsicherheit über die finanziellen Folgen im Zusammenhang mit den Glyphosat-Prozessen bleibt.

Bayer Aktie

MarketAxess Holdings: nach Zahlen schwächer

Das US-Unternehmen MarketAxess betreibt eine elektronische Handelsplattform für die globalen Kreditmärkte. Nach eigenen Angaben bietet sie institutionellen Anlegern und Broker-Dealern auf den globalen Märkten für festverzinsliche Wertpapiere eine höhere Handelseffizienz, einen diversifizierten Liquiditätspool und erhebliche Kosteneinsparungen und gilt daher als bevorzugte All-to-All-Handelslösung in diesem Bereich. Am vergangenen Mittwoch veröffentlichte MarketAxess seine Geschäftszahlen, woraufhin der Aktienkurs deutlich einbrach. Die Aktie (WKN: A0B897) gehört damit zu den größten Wochenverlierern im S&P 500. Charttechnisch befindet sich die Aktie in einem übergeordneten Abwärtstrend und scheint wieder Kurs auf das Zwischentief vom September 2023 bei 200 US-Dollar zu nehmen. Hält diese Marke bei einem möglichen Test? Oder kommt es zu einem nachhaltigen Bruch? Letzteres wäre ein bearishes Signal, das für eine Fortsetzung des übergeordneten Abwärtstrends sprechen könnte.

MarketAxess Holdings Aktie

C.H. Robinson Worldwide: Trübe Aussichten belasten

In den USA läuft die Berichtssaison auf Hochtouren, was bei einzelnen Werten zu teilweise größeren Kursausschlägen nach oben und unten führt. Zu den Werten mit deutlichen Kursverlusten gehörte in der vergangenen Woche C.H. Robinson Worldwide (WKN: A0HGF5). Das 1905 gegründete Unternehmen ist eine der größten Logistikplattformen der Welt. Über ein globales Netzwerk bietet der Frachtmakler seinen 100.000 Kunden u. a. Transport-, Logistik- und Outsourcing-Lösungen an. Um die Frachtbedürfnisse seiner Kunden zu erfüllen, arbeitet der Konzern mit Transportdienstleistern zusammen, darunter Vertragsspediteure, Eisenbahnen sowie Luft- und Seefrachtunternehmen. Zuletzt entwickelten sich die Geschäfte jedoch schlechter als vom Markt erwartet, da C.H. Robinson weiterhin mit einer schwachen Frachtnachfrage und einem negativen Preisumfeld zu kämpfen hat. Eine grundlegende Besserung scheint nicht in Sicht. „Die schwache Frachtnachfrage in einem lang anhaltenden Markttief in Kombination mit Überkapazitäten bei den Spediteuren hat weiterhin zu einem sehr wettbewerbsintensiven Markt geführt“, sagte CEO Dave Bozeman. Auch für 2024 rechnet der Vorstand mit Gegenwind wie im vergangenen Jahr. Aus charttechnischer Sicht fiel der Aktienkurs unter das Zwischentief vom November letzten Jahres und bestätigte damit den Abwärtstrend, der sich seit dem Allzeithoch im August 2022 bei 121,23 US-Dollar gebildet hat.

C.H. Robinson Worldwide Aktie

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