Beitrag teilen

Link in die Zwischenablage kopieren

Link kopieren
Suchfunktion schließen
Tops und Flops > Gewinner und Verlierer

Tops & Flops KW 03/2026: Bayer, AMD und Ferrari im Fokus

| Thomas Behnke

Schriftzug „Tops & Flops" zur Kennzeichnung der wöchentlichen Übersicht über auffällige Gewinner und Verlierer bei Aktien.

Tops & Flops der Börsenwoche 03/2026: Bayer, AMD und Amphenol mit starken Aufwärtstrends. Ferrari, ATOSS Software und Intuit unter Druck. Gewinner und Verlierer im Marktüberblick.

Tops und Flops der Woche: Starke Gewinner und klare Verlierer

Die vergangene Börsenwoche zeigte ein deutlich zweigeteiltes Bild. Während einzelne Titel mit dynamischen Kursanstiegen, neuen Rekordständen und bestätigten Aufwärtstrends überzeugten, gerieten andere Aktien spürbar unter Druck und setzten ihre bestehenden Abwärtsbewegungen fort. Fundamentale Erwartungen, sektorale Trends sowie charttechnische Signale prägten dabei das Marktgeschehen. Welche Aktien in der vergangenen Woche zu den klaren Gewinnern zählten und welche Werte auf der Verliererseite standen, zeigt der Überblick über die Tops und Flops der Börsenwoche 03/2026.

+++ Tops der Börsenwoche 03/2026 +++

Bayer-Aktie setzt Anstieg fort und erreicht höchsten Stand seit Oktober 2023

Mit einem Kursplus von mehr als 13 Prozent seit Jahresbeginn hat die Aktie von Bayer (ISIN: DE000BAY0017) ihren dynamischen Aufwärtstrend seit November 2025 konsequent fortgesetzt. Seitdem summiert sich der Anstieg auf über 60 Prozent. Der Kapitalmarkt setzt dabei offenbar weiterhin auf eine richtungsweisende Entscheidung in den Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten in den USA, die im laufenden Jahr erwartet wird. Ein positives Urteil des Supreme Court könnte einen Großteil der noch anhängigen Roundup-Klagen rechtlich abschneiden und die Notwendigkeit weiterer hoher Rückstellungen deutlich reduzieren. Dadurch könnte sich dieses Dauerthema spürbar entschärfen, da der Konzern dann einen klaren Schlussstrich unter dieses Kapitel ziehen könnte.

Neben dieser übergeordneten Hoffnung gab es in der vergangenen Woche auch neue Impulse von der JPMorgan Healthcare Conference. Dort hatte der Pharmachef fünf potenzielle Blockbuster hervorgehoben und erwartet in den kommenden Jahren bis in die 2030er Jahre hinein ein extrem gutes Wachstum.

Aus charttechnischer Sicht bestätigte die Bayer-Aktie ihren Aufwärtstrend der vergangenen Monate mit neuen 52-Wochenhochs und kletterte auf das höchste Kursniveau seit Oktober 2023.

Bayer

AMD-Aktie bildet höheres Tief und steigt dynamisch

Die Aktie des US-Chipherstellers Advanced Micro Devices (ISIN: US0079031078) zählte in der vergangenen Woche zu den größten Gewinnern im S&P 500 und im NASDAQ-100. Unternehmensseitige Neuigkeiten gab es dabei keine. Positive Analystenkommentare sowie Medienberichte über eine weiterhin hohe Nachfrage nach AMD-KI-Chips im Serverbereich dürften jedoch das Marktumfeld und damit das Sentiment gestützt haben.

Aus charttechnischer Sicht ist auffällig, dass die AMD-Aktie nach der kräftigen Korrektur in der Vorwoche eine schnelle Gegenbewegung zeigte. Dabei bildete sie ein höheres Tief aus und kletterte zwischenzeitlich auch über das Zwischenhoch vom 5. Januar dieses Jahres bei 234 US-Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber blieb zunächst jedoch aus. Sollte dieser noch gelingen, könnte das Allzeithoch von Oktober 2025 bei 267,08 US-Dollar wieder in den Fokus rücken.

AMD

Amphenol beendet Konsolidierung und erreicht neue Rekordstände

Die Amphenol-Aktie (ISIN: US0320951017) zählte in der vergangenen Woche mit einem Kursplus von über 10 Prozent zu den stärksten Werten im S&P 500 und gehörte zugleich zu den Indexmitgliedern, die neue Allzeithochs markieren konnten. Unternehmensspezifische Neuigkeiten gab es dabei keine. Aus charttechnischer Sicht ist jedoch festzustellen, dass die Aktie ihre seit dem bisherigen Allzeithoch von November 2025 laufende Konsolidierungsphase beendet hat. Dies spricht für eine Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends. Allein im vergangenen Jahr hatte das Papier um rund 94 Prozent zugelegt.

Das Unternehmen gilt als Profiteur des KI- und Datacenter-Booms, was sich in steigenden Umsätzen, Gewinnen und Auftragseingängen widerspiegelt. Amphenol ist ein weltweit führender Hersteller von Steckverbindern, Kabeln und Sensorsystemen und wird als Schlüsselzulieferer für Hochleistungsinfrastruktur in den Bereichen KI, Cloud, 5G und E-Mobility angesehen. Darüber hinaus kommen die Hochleistungs-Interconnect-Lösungen auch in weiteren Bereichen wie Automotive, Luft- und Raumfahrt, Industrie, Medizintechnik und Verteidigung zum Einsatz. Zu den Kernleistungen zählen Design, Entwicklung und Fertigung kundenspezifischer Verbindungs-, Antennen- und Sensortechnik für die Daten-, Signal- und Energieübertragung.

Amphenol

+++ Flops der Börsenwoche 03/2026 +++

Ferrari-Kurs bestätigt Abwärtstrend mit neuem Verlaufstief

Die Aktie des Luxusautoherstellers Ferrari (ISIN: NL0011585146) zählte im Jahr 2025 zu den größten Verlierern im EURO STOXX 50. Im Februar wurde dabei mit 492,80 Euro zunächst noch ein neues Allzeithoch erreicht. Seither hat sich jedoch ein klarer Abwärtstrend ausgebildet, der in der vergangenen Woche mit einem neuen Verlaufstief bestätigt wurde. Inzwischen hat der Kurs seit seinem Rekordhoch um fast 40 Prozent nachgegeben. Damit wurde ein Teil der zuvor deutlich überzogenen Bewertung abgebaut.

Das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) sowie das KCV (Kurs-Cashflow-Verhältnis) liegen inzwischen zwar unter ihren historischen Durchschnitten. Mit aktuellen Werten von 34,2 beziehungsweise 24,2 sind die Bewertungskennziffern jedoch weiterhin recht stattlich. Die Aktie ist damit zwar interessanter als noch vor einem Jahr, weist aber nach wie vor kein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis auf, um als Value-Investment infrage zu kommen.

Ferrari

ATOSS-Software-Aktie sackt kräftig ab

Zu den größten Verlierern am deutschen Aktienmarkt in der vergangenen Woche zählte insbesondere die Aktie von ATOSS Software (ISIN: DE0005104400). Mit einem Kursverlust von mehr als 10 Prozent führte das Papier die Verliererliste aller Unternehmen aus DAX, MDAX, SDAX und TecDAX an. Unternehmensseitig gab es keine neuen Nachrichten. Zu Wochenbeginn erfolgte zwar eine Herabstufung der Aktie von „Hold“ auf „Buy“ durch Jefferies, daraus konnte sich jedoch kein nachhaltiges positives Kursmomentum entwickeln. Stattdessen kam es im weiteren Wochenverlauf zu einem auffällig dynamischen Kursrückgang, der von einem steigenden Handelsvolumen begleitet wurde. In der Folge fiel die ATOSS-Aktie wieder deutlich unter ihre 150-Tage- und 200-Tage-Linien zurück. Aus charttechnischer Sicht nimmt der Kurs damit erneut das markante Korrekturtief von Anfang September 2025 ins Visier.

Am 30. Januar wird der Anbieter von Technologie- und Beratungslösungen für professionelles Workforce Management sowie bedarfsoptimierten Personaleinsatz seine vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 vorlegen.

ATOSS Software

Intuit-Aktie fällt durch Unterstützung

Die Aktie des US-amerikanischen Softwareunternehmens Intuit (ISIN: US4612021034) hatte im Juli 2025 bei 813,70 US-Dollar ihr bisheriges Allzeithoch erreicht. In der Folge kam es zu einer Abwärtsbewegung von rund 20 Prozent bis August. Daran schloss sich eine mehrmonatige, überwiegend seitwärts gerichtete Phase an, in der im November sowie Anfang Januar 2026 im Bereich von 620 US-Dollar jedoch neue Verlaufstiefs markiert wurden. Dieses potenzielle Unterstützungsniveau wurde in der vergangenen Woche unterschritten, woraufhin die Intuit-Aktie einen sehr dynamischen Abwärtsimpuls zeigte. Damit zählte sie zu den schwächsten Werten im S&P 500 und im NASDAQ-100. Neue Unternehmensnachrichten lagen nicht vor.

Intuit bietet Finanz- und Buchhaltungssoftware für Privatpersonen und Unternehmen an. Zu den bekanntesten Produkten zählen TurboTax als Steuersoftware, QuickBooks als Buchhaltungssoftware, Credit Karma für das Finanzmanagement sowie Mailchimp im Bereich E-Mail-Marketing. Das Unternehmen betreut weltweit rund 100 Millionen Kunden und setzt verstärkt auf künstliche Intelligenz, um seine Dienstleistungen weiterzuentwickeln.

Intuit

Bleiben Sie stets informiert: Mit dem kostenlosen Newsletter der BÖRSE am Sonntag, Deutschlands größtem Online-Magazin und einzigem Online-Pflichtblatt an deutschen Börsen, erhalten Sie wöchentlich aktuelle Marktanalysen, Unternehmensnachrichten und fundierte Anlagestrategien direkt in Ihren Posteingang.

Jetzt kostenlos abonnieren!

bevorzugte Quelle 

Börse am Sonntag als bevorzugte Quelle festlegen

Sie möchten Finanz- und Wirtschaftsnachrichten von Börse am Sonntag häufiger bei Google sehen?

Bei Google bevorzugen

Das Magazin

BÖRSE am Sonntag

Zur Online Ausgabe

Ähnliche Artikel