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Immobilien 2025: Wo Käufer jetzt echte Chancen haben

| Redaktion Börse am Sonntag

(Bild: Shutterstock)

Immobilien werden 2025 leistbarer – auch in Metropolen. Unser Überblick zeigt, wo sich die Erschwinglichkeit verbessert hat, welche Regionen besonders günstig sind und worauf Käufer jetzt achten sollten.

Große Nachfrage nach Eigenheimen

Der Traum vom Eigenheim lebt: Fast jeder dritte Deutsche kann sich laut einer aktuellen Commerzbank-Umfrage vorstellen, in nächster Zeit eine Immobilie zu erwerben. Besonders Familien und Haushalte zwischen 35 und 45 Jahren wollen jetzt handeln, um den Wunsch nach den eigenen vier Wänden zu erfüllen.

Erschwinglichkeit steigt bundesweit

Der Interhyp-IW-Erschwinglichkeitsindex misst die finanzielle Belastung beim Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte. Ein Indexwert von 100 markiert die Schwelle, bei der Wohneigentum rechnerisch als erschwinglich gilt.

Aktuell liegt der Index bundesweit leicht über 100, was zeigt, dass Wohneigentum wieder leistbarer ist. 392 von 400 Landkreisen verzeichnen eine Verbesserung im Vergleich zu 2023. Besonders starke Zuwächse zeigen sich in vormals stark angespannten Märkten wie München (+18 %), Hamburg (+17 %) und Frankfurt. Gesunkene Zinsen, steigende Einkommen und stabile oder leicht gesunkene Immobilienpreise tragen zu dieser Entlastung bei.

Große regionale Unterschiede

Trotz der positiven Entwicklung bleiben die Unterschiede zwischen den Regionen groß. München bleibt mit einem Indexwert von 59 Punkten Deutschlands teuerstes Pflaster. Ein Haushalt benötigt hier rund 80.000 Euro Jahreseinkommen, um die Belastung von 35 % des Einkommens für die Annuität nicht zu überschreiten. Ähnliche Belastungen finden sich in Starnberg und Miesbach.

Am anderen Ende der Skala liegen ländliche Regionen und kleinere Städte wie der Kyffhäuserkreis in Thüringen, Holzminden oder Wolfsburg, wo Wohneigentum deutlich günstiger ist. Auch einige ostdeutsche Großstädte wie Magdeburg und Leipzig weisen überdurchschnittliche Erschwinglichkeit auf.

  • Teuerster Landkreis: München – 7.424 €/m²
  • Günstigster Landkreis: Kyffhäuserkreis – 857 €/m²
  • Regionen mit höchster Erschwinglichkeit: Holzminden (174), Wolfsburg (151), Magdeburg (136)
  • Regionen mit niedrigster Erschwinglichkeit: Miesbach (52), Starnberg (54), München (59)
  • Indexentwicklung 2023–2025: Steigerungen in 392 von 400 Kreisen, besonders stark in Metropolen

Wissenslücken bei Käufern

Die Commerzbank-Umfrage zeigt, dass viele Kaufinteressierte noch nicht optimal vorbereitet sind. Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar oder Makler summieren sich oft auf 10–15 % des Kaufpreises. Förderprogramme, beispielsweise „Wohneigentum für Familien“, sind nur wenigen bekannt. Wer sich frühzeitig informiert, kann die Chancen der aktuellen Marktphase deutlich besser einschätzen und kalkulieren.

Fazit: Chancen nutzen, regional differenzieren

Die Nachfrage nach Wohneigentum ist hoch, und die Chancen für Käufer haben sich 2025 deutlich verbessert. Wer regionale Unterschiede beachtet, Nebenkosten einplant und Förderprogramme berücksichtigt, kann den Einstieg ins Eigenheim jetzt optimal gestalten. In Metropolen bleibt der Kauf anspruchsvoll, während in ländlichen Regionen und kleineren Städten besonders gute Möglichkeiten bestehen.

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