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Analysen > Starke Trendsignale

MTU Aero Engines im Chart Radar: wie geht es weiter nach dem Allzeithoch?

| Thomas Behnke

Frontansicht eines Flugzeugtriebwerks bei Sonnenuntergang auf dem Rollfeld
Triebwerk eines Jets im Sonnenlicht – sinnbildlich für den Auftrieb der MTU-Aktie mit neuem Allzeithoch und Signalen aus der Chartanalyse (Foto: shutterstock)

MTU Aero Engines erreicht ein neues Allzeithoch und zeigt auffällige relative Stärke gegenüber dem DAX. Die Chartanalyse beleuchtet wichtige Kursmarken, Einstiegschancen und mögliche Stop-Niveaus.

Im „Chart-Radar“ nehmen wir regelmäßig Aktien und Märkte unter die Lupe, die durch auffällige Kursbewegungen oder markante technische Signale ins Auge fallen. Aktuell im Fokus: MTU Aero Engines. Der Triebwerkshersteller aus dem DAX hat am heutigen 8. Juli 2025 ein neues Allzeithoch markiert und damit ein starkes charttechnisches Signal gesendet. Doch wie geht es jetzt weiter? Ist das der Auftakt einer fortgesetzten Aufwärtsdynamik oder folgt auf das Rekordhoch eine Verschnaufpause?

Stark gegen den Trend: MTU-Aktie mit relativer Stärke seit April 2025

Die Aktie von MTU Aero Engines (ISIN: DE000A0D9PT0) zeigt seit April eine auffällige relative Stärke gegenüber dem DAX und hat sich damit deutlich besser entwickelt als der deutsche Leitindex. Diese Entwicklung fügt sich in das übergeordnete Bild ein, nachdem das Papier zuvor im Zeitraum von November 2024 bis April 2025 eine Phase relativer Schwäche durchlaufen hatte. Seit dem markanten Korrekturtief im September 2023 hat die Aktie knapp 150 Prozent zugelegt. Zum Vergleich: Der DAX kommt im selben Zeitraum auf rund 58 Prozent Plus.

Technische Stärke bestätigt: Allzeithoch erreicht, Trendsignale intakt

Mit dem neuen Allzeithoch hat MTU Aero Engines auch charttechnisch ein starkes Signal geliefert. Der übergeordnete Abwärtstrend wurde damit erneut bestätigt. Gleichzeitig ist auf kurzfristiger Ebene ein intakter Aufwärtstrend erkennbar. Die Korrektur, die nach dem bisherigen Rekordhoch vom 24. Juni 2025 bei 380,70 Euro einsetzte, wurde inzwischen mehr als aufgeholt. Auffällig ist dabei, dass der Rücksetzer erneut im Bereich der 21-Tage-Linie gestoppt wurde. Aktuell notiert der Kurs damit oberhalb sämtlicher viel beachteter gleitender Durchschnitte, also über der 21-, der 100- und der 200-Tage-Linie.

Einstieg und Absicherung: Diese Marken sind jetzt wichtig

Das technische Gesamtbild wirkt damit konstruktiv und MTU gehört aktuell zu den starken Aktien. Für charttechnisch orientierte Anleger könnte sich der DAX-Wert daher als potenzieller Kandidat für eine Long-Position anbieten. Ein möglicher Handelsansatz wäre, kleinere Rücksetzer zum Einstieg zu nutzen. Infrage käme beispielsweise ein Pullback auf das bisherige Allzeithoch von 380,70 Euro oder ein erneuter Test der 21-Tage-Linie.

Mögliche Stop-Marken bei kurz- oder mittelfristigen neuen Positionen lassen sich ebenfalls aus dem aktuellen Chartbild ableiten. Hier rücken insbesondere die jüngsten Korrekturtiefs bei 359 Euro und 337,20 Euro in den Fokus. Denn spätestens mit einem nachhaltigen Bruch der 337er-Marke wäre der seit April etablierte Aufwärtstrend nicht mehr intakt. In diesem Fall dürfte die Wahrscheinlichkeit für eine ausgedehntere Korrektur spürbar zunehmen.

Technische Analyse ist nur ein Teil der Gesamtbewertung

Die in diesem Beitrag dargestellte Einschätzung stützt sich auf charttechnische Aspekte und stellt keine umfassende Bewertung der wirtschaftlichen Lage von MTU Aero Engines dar. Kursmuster und Trends können hilfreiche Hinweise auf mögliche Kursverläufe liefern, sollten jedoch stets im Zusammenspiel mit der persönlichen Anlagestrategie, der individuellen Risikoneigung und einer fundierten Analyse fundamentaler Unternehmensdaten betrachtet werden. Eine durchdachte Investitionsentscheidung berücksichtigt zusätzlich Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV), die Bilanzstruktur, das Marktumfeld und die Perspektiven der jeweiligen Branche.

MTU Aero Engines

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