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Tops und Flops > Gewinner und Verlierer

Tops & Flops KW 24/2026: Adidas, Symrise, KLA und SAP im Fokus

| Thomas Behnke | Lesezeit: 6 Min.

Schriftzug „Tops & Flops“ zur Kennzeichnung der wöchentlichen Übersicht über auffällige Gewinner und Verlierer bei Aktien.
Tops & Flops KW 24/2026: Adidas, Symrise und KLA zählen zu den auffälligen Gewinnern, während SAP, Oracle und SMA Solar deutliche Verluste verzeichnen.

Börsenwoche 24/2026: Adidas, Symrise und KLA legen zu, während SAP, Oracle und SMA Solar unter Druck geraten. Die wichtigsten Gewinner und Verlierer im Überblick.

Fußball-WM, Analystenlob und Kapitalbedarf bewegen Einzeltitel

Tops und Flops der Börsenwoche 24/2026 werden von unterschiedlichen Auslösern geprägt. Bei den Gewinnern stützen die Fußball-WM, positive Analystenstimmen und intakte Wachstumserwartungen. Auf der Verliererseite belasten schwächere Ausblicke, hoher Finanzierungsbedarf und Gewinnmitnahmen nach deutlichen Kursanstiegen.

+++ Tops der Börsenwoche 24/2026 +++

Adidas mit Rückenwind zum WM-Start

Zu den größten Gewinnern im DAX gehörte in der vergangenen Woche der Sportartikelhersteller adidas (ISIN: DE000A1EWWW0). Unternehmensnachrichten gab es keine. Möglicherweise stützte die nun begonnene Fußballweltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada. Der deutsche Branchenprimus stellt den offiziellen Spielball und rüstet auch 14 Nationalmannschaften aus. Darunter sind mit Argentinien (Titelverteidiger), Deutschland, Spanien (Europameister) und Mexiko (Co-Gastgeber) gleich mehrere Schwergewichte des Turniers. Adidas ist damit der größte Ausrüster der Fußball-WM 2026, vor Nike mit 12 und Puma mit 11 Teams. Entsprechend könnte der Markt auf positive Impulse durch das Megaevent setzen, das mit 48 Mannschaften und insgesamt 104 Spielen das bislang größte Fußball-WM-Turnier sein wird.

Aus charttechnischer Sicht hat sich mit dem jüngsten Anstieg der kurzfristige Aufwärtstrend bestätigt, der sich seit dem Verlaufstief im Bereich von rund 130 Euro gebildet hat. Gleichzeitig ist der Kurs in dieser Woche von seiner 200-Tage-Linie nach oben abgeprallt und hat damit einen bilderbuchmäßigen Ausbruch über diesen gleitenden Durchschnitt gezeigt. Damit einher ging zudem der Sprung über das markante Zwischenhoch von Ende Februar dieses Jahres bei 163,65 Euro. Damit wurde der übergeordnete Abwärtstrend gebrochen. Insgesamt sieht es damit nach einem deutlich verbesserten Chartbild aus.

Adidas

Symrise setzt kurzfristigen Aufwärtstrend fort

Aus dem DAX verzeichnete in der vergangenen Woche ebenfalls der Hersteller von Aromen, Duftstoffen und funktionellen Inhaltsstoffen Symrise (ISIN: DE000SYM9999) größere Gewinne. Unternehmensnachrichten gab es keine. Stützend wirkten positive Analystenkommentare. Beispielsweise hatte JPMorgan-Analyst Edward Hockin sein „Overweight“-Votum mit einem Kursziel von 100 Euro bestätigt.

Aus charttechnischer Sicht hat sich mit dem jüngsten Anstieg die Kursstabilisierung der letzten Monate bzw. der kurzfristige Aufwärtstrend mit einem neuen Verlaufshoch fortgesetzt. Nachdem die Aktie 2025 mit einem Verlust von knapp 33 Prozent zudem der schlechteste DAX-Wert war, ist sie 2026 bislang der viertbeste Wert aus dem deutschen Leitindex. Diese relative Stärke könnte für ein nachhaltig wiederkehrendes Interesse sprechen. Die Symrise-Aktie bleibt damit für technische Handelsansätze interessant.

Symrise

KLAC-Aktie mit neuem Allzeithoch und Aktiensplit

Halbleiteraktien gehörten in der vergangenen Woche zu den größten Gewinnern im NASDAQ-100; einige markierten sogar neue Allzeithochs. Das größte Wochenplus verzeichnete mit rund 25 Prozent der Halbleiterausrüster KLA (ISIN: US4824801009, Symbol: KLAC). Unternehmensnachrichten vom Anbieter von Inspektions-, Metrologie- und Datenanalyse-Systemen für Wafer, Reticles, integrierte Schaltkreise, Advanced Packaging, Leiterplatten und Komponenten gab es keine. Mit seinen Lösungen hilft das Unternehmen Chipherstellern, Defekte früh zu erkennen, Fertigungsprozesse zu stabilisieren und Ausbeuten bei immer komplexeren Strukturgrößen zu erhöhen. Das Geschäftsmodell trifft damit auf ein derzeit günstiges Geschäftsumfeld mit strukturellen Treibern wie dem steigenden Bedarf an KI-Rechenzentren, zunehmender Chipkomplexität, wachsenden Qualitätsanforderungen sowie Investitionen in neue Fertigungskapazitäten.

Angesichts dieses Rückenwinds zeigten sich einige Analysten in der vergangenen Woche weiterhin zuversichtlich für die KLAC-Aktie. JPMorgan bestätigte zu Beginn der Woche seine Empfehlung „Übergewichten“ und das Kursziel von 2.000 US-Dollar, das inzwischen mit über 2.400 US-Dollar jedoch Makulatur ist. Die Analysten sehen das Unternehmen zudem auf Kurs, bis 2030 ein Ergebnis je Aktie (EPS) von 95 US-Dollar zu erzielen. Im laufenden Geschäftsjahr 2025/26 (bis Ende Juni) werden knapp 36 US-Dollar je Aktie erwartet.

Heute, am Freitag, dem 12. Juni, wird die KLA-Aktie auf splitbereinigter Basis notieren. Am Donnerstag wurde ein Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 10 durchgeführt, und jeder Aktionär bekam für jede gehaltene Aktie neun zusätzliche Aktien. Dadurch wird sich der Aktienkurs zehnteln.

KLA

+++ Flops der Börsenwoche 24/2026 +++

SAP ist schwächster DAX-Wert

Wie gewonnen, so zerronnen. Die Erholung der SAP-Aktie (ISIN: DE0007164600) seit ihrem Maitief ist mit den kräftigen Verlusten in der vergangenen Woche wieder beinahe komplett zunichtegemacht. Der Anfang Juni gestartete Ausbruchsversuch über die 100-Tage-Linie ist damit als gescheitert anzusehen und reiht sich in die fehlgeschlagenen Versuche von Oktober 2025 und Januar 2026 ein. Aus charttechnischer Sicht bleibt es damit spannend. Die Frage ist, ob der nun erreichte Bereich von etwa 142,10 bis 135,44 Euro hält, in dem mehrere Tiefpunkte seit Ende März dieses Jahres liegen und der eine potenzielle Unterstützungszone darstellen könnte.

Neue Nachrichten von Europas größtem Softwarekonzern gab es in der vergangenen Woche nicht. Ein insgesamt wieder schwächerer Softwaresektor könnte damit auch den deutschen Branchenprimus in Mitleidenschaft gezogen haben. Hinzu kamen negativ aufgenommene Quartalszahlen des US-Konkurrenten Oracle.

SAP

Oracle-Aktie verliert nach Quartalszahlen

Die dynamische Erholungsbewegung der Oracle-Aktie (ISIN: US68389X1054) seit April von zwischenzeitlich mehr als 80 Prozent ist seit dem Verlaufshoch am 1. Juni in eine Korrektur übergegangen, die sich in der vergangenen Woche fortsetzte. Der S&P-500-Wert gehörte damit zu den größten Verlierern unter den US-Schwergewichten. Einen besonders starken Kursrückgang gab es am Donnerstag, als die Aktie des Spezialisten für cloudbasierte Unternehmenssoftware, Datenbanken und Cloud-Infrastrukturen negativ auf die vorgelegten Quartalszahlen reagierte. Das Unternehmen übertraf zwar im 4. Quartal seines Geschäftsjahres 2025/26 (bis Ende Mai) die durchschnittlichen Analystenerwartungen für Umsatz und Gewinn und verzeichnete bei der operativen Performance steigende Auftragseingänge sowie ein beschleunigtes Wachstum im Bereich IaaS (für Infrastructure as a Service), in dem der Cloud-Anbieter grundlegende IT-Infrastruktur bereitstellt, die Kunden mieten können, statt eigene Rechenzentren zu bauen. Dazu gehören vor allem Rechenleistung, Speicher, Netzwerk, Server/GPU-Kapazität und oft auch KI-/Datenbank-Infrastruktur.

Negativ aufgenommen wurden jedoch offenbar die Prognose für den Gewinn je Aktie im neuen Geschäftsjahr 2026/27 sowie die Investitionspläne. Oracle erwartet Investitionsausgaben (Capex) von bis zu 95 Mrd. US-Dollar und damit deutlich mehr als im Vorjahr mit rund 56 Mrd. US-Dollar sowie deutlich mehr als die von Analysten im Durchschnitt erwarteten knapp 68 Mrd. US-Dollar. Das Geld für die Investitionen muss finanziert werden, und Oracle will rund 40 Mrd. US-Dollar an Fremd- und Eigenkapital aufnehmen, wobei darin die bereits angekündigte Aktienemission im Wert von 20 Mrd. US-Dollar enthalten ist. Weitere 25 Mrd. US-Dollar sollen durch Rückzahlungen von Kunden gedeckt werden. Gleichzeitig dürften durch die Investitionspläne die Margen unter Druck kommen.

Oracle

SMA Solar Technology nach starker Rally unter Druck

Mit einem Plus von mehr als 150 Prozent gehörte die Aktie des SDAX- und TecDAX-Wertes SMA Solar Technology (ISIN: DE000A0DJ6J9) 2025 zu den Top-Performern am deutschen Aktienmarkt. Im bisherigen Jahresverlauf ist das Plus mit über 40 Prozent ebenfalls hoch, zuletzt aber deutlich kleiner geworden. Seit dem Mehrjahreshoch im Mai bei 70,70 Euro hat sich eine Korrektur gebildet, die sich in der vergangenen Woche sehr dynamisch fortsetzte. Die Aktie gehörte zu den schwächsten Werten auf dem heimischen Kurszettel. Damit hat sich das charttechnische Bild wieder eingetrübt, und der Kurs ist bereits bis zur 100-Tage-Linie zurückgefallen und hat seit dem Maihoch über 30 Prozent an Wert eingebüßt.

Von März bis Mai war zunächst der Irankrieg ein Kurstreiber, weil er Solarfirmen zu einem unverhofften Auftragsboom verholfen hatte. Der kriegsbedingte Anstieg der Öl- und Gaspreise hat die Nachfrage privater Hausbesitzer nach Photovoltaikanlagen steigen lassen. Dieser Sondereffekt könnte nun seine Zugkraft verlieren. Nachdem es in den letzten Wochen bereits Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien gab, scheint sich ein Ergebnis anzubahnen. Bei einer Rede im Weißen Haus am Donnerstag erklärte US-Präsident Donald Trump, es sei eine „großartige Einigung“ erzielt worden, und deutete an, dass eine formelle Unterzeichnung bereits an diesem Wochenende in Europa stattfinden könnte. Der Iran dämpfte die Erwartungen allerdings umgehend. Außenministeriumssprecher Esmaeil Baghaei erklärte, es sei noch keine endgültige Entscheidung über ein Abkommen mit Washington getroffen worden. Er fügte hinzu, dass große Teile des Verhandlungstextes fertiggestellt seien, man jedoch noch zu keinem endgültigen Ergebnis gekommen sei.

SMA Solar Technology

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